HauchnahVIRNA DEPAUL
Hauchnah
ISBN 978-3-86278-742-5
7,99 EUR [D]
320 Seiten
ISBN eBook 978-3-86278-786-9 7,99 EUR [D]
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Zur Autorin Virna DePaul: Auf dem College hat sie Englisch als Hauptfach belegt. Dann machte sie ihren Abschluss in Jura. Trotz ihrer Vorliebe für Shakespeare, Musicals und Liebesromane war sie danach zehn Jahre als Staatsanwältin tätig. Bis sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte.
Zum Inhalt:
Die Hauptprotagonistin Natalie Jones kann gerade noch sorglos Fotos vom Marktgeschehen um sie herum knipsen, als sie vollständig ihr Augenlicht verliert. Sie leidet unter einer erblich bedingten Blindheit, die an dem Tag erbarmungslos zuschlägt. Von da an fällt es ihr sehr schwer, sich nicht mehr frei bewegen zu können und auf andere angewiesen zu sein. Sie, die um die ganze Welt gereist und mit ihren Fotos bekannt geworden ist. Im nächsten Kapitel beschreibt die Autorin den Hauptprotagonisten Special-Agent Liam „Mac“ McKenzie, der für die Untersuchung schwieriger Verbrechen zuständig ist. Er ermittelt in einem Fall, in dem ein junges Mädchen names Lindsey ermordet worden ist. Nach einem Überfall in Natalies Haus wird eine Kette gefunden, die der toten Lindsay gehört und die der Täter verloren haben muss. So treffen Natalie und Mac aufeinander und sind von der gegenseitigen Anziehungskraft total überrascht. Sie, die keine Nähe aufgrund ihrer Blindheit zulassen möchte und er, der erst seit einem Jahr geschieden und mehr oder weniger mit seiner Arbeit verheiratet ist. Sie kommen einander keinen Schritt näher – bis der Killer erneut zuschlägt.

Fazit: Virna DePaul erzählt auf den 320 Seiten eine sich langsam steigernde Geschichte, die sich einfach und flott liest. Über Blindheit, Unselbstständigkeit, Vertrauen und Freundschaft wird geschrieben. Dazu der eigentliche Stoff zum Thriller und dem Mörder. Aber ständig ist die Anziehungskraft zwischen Natalie und Mac ein Thema, das mir zwischendurch voll gegen den Strich ging. Sie darf nicht, weil sie kein Sozialfall sein will. Keine, die leicht zu haben ist, keine bedauernswerte Behinderte. Er, der als Polizist nichts mit einer Zeugin beginnen kann. Ein so großes Gefühlschaos, dass ich es irgendwann nicht mehr lesen mochte. Ich bin sowieso kein Fan von der Kombination Thriller / sexueller Roman. Schade, denn eigentlich ist die Geschichte spannend. Vor allem, wenn die Hintermänner sowie deren Motive und die Hintergründe langsam zum Vorschein kommen. Ein immer wieder aktuelles Thema wird aufgegriffen: Die Verstrickung der Kirche und ihrer Priester mit Schutzbefohlenen. Der Bote Gottes, der fanatisch davon überzeugt ist, dass Männer mehr wert sind als Frauen und diese sich beugen und diese nur Kinder gebären müssen.

Dem Thriller hätte es gut getan, auf die „liebestechnischen“ Elemente zu verzichten und die „spannungsgeladenen“ Teile dominieren zu lassen. So ist es ein Roman, der nicht nachhaltig bewegt. Der Inhalt ist nach dem Lesen schnell vergessen und der Name Virna DePaul wird keinen Platz in meiner Rubrik „Lieblingsautoren“ finden. Somit vergebe ich dem Roman nur 3 von 5 möglichen Punkten. Ehrlich gesagt, ich habe mir nach der Buchbeschreibung mehr davon versprochen und für mich festgestellt, dass ich zukünftig auf Romantic Crime verzichten kann. Zum Layout sei noch gesagt: Ansprechend, geheimnisvoll, macht Lust auf das Lesen. Eure HeidivomLande


Vielen Dank an BloggDeinBuch und dem Mira Taschenbuch-Verlag, die mir das Rezensionsexemplar zugeschickt haben.

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