Die Frauen, die er kannte„Die Frauen, die er kannte“ ist das im Jahr 2011 veröffentlichte Werk des Autorenduos Hjorth & Rosenfeldt. Ich habe den Krimi gerade nochmal gelesen und kann ihn euch nur empfehlen.

Weitere Rezensionen und Neuvorstellungen findet ihr in meiner Rubrik Rund ums Buch. Stöbert gerne durch.


Zum Inhalt:

In Stockholm werden drei Frauenleichen gefunden und es werden mehr. Die Morde sind immer gleich inszeniert. Die toten Frauen tragen blaue Nachthemden, wurden brutal vergewaltigt und ihre Kehlen aufgeschlitzt. Die Handschrift spricht für einen berüchtigten Serienmörder, der allerdings seit 15 Jahren im Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses sitzt. Wer ahmt Edward Hinde nach? Dem Team um Kommissar Höglund bleibt aus Verzweiflung nichts anderes übrig, als den Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann um Hilfe zu bitten. Doch dieser arrogante Einzelgänger wird für die Kommissare eine Zumutung und die Morde scheinen auch noch mit ihm in Verbindung zu stehen.

Fazit:

Wer mit dem Ekelpaket und Sonderling Sebastian Bergman ins Bett steigt, ist eigentlich selbst Schuld! Drei dieser Frauen leiden unglaublich – nicht, weil Bergmann nur für One-Night-Stands zu haben ist – nein, sondern durch die Hand eines Serienmörders. Sebastian Bergmann hat die Rolle des größten Psychopathen im ganzen Buch übernommen: Arrogant, absonderlich, nicht teamfähig, ziemlich skrupellos dazu. Und er steht in Verbindung mit dem Serientäter Edward Hinde, der die Morde nicht begonnen haben kann, denn er sitzt im Gefängnis. Wer ist der Nachahmungstäter? Nach und nach wird bekannt, dass der Kriminalpsychologe Bergmann Verhältnisse mit den ermordeten Frauen hatte. Als ihm das selbst klar wird, versucht er weitere Bettgeschichten zu warnen. Zu spät, denn eine vierte Leiche taucht auf. Seine Tochter Vanja, die ebenfalls im Kripoteam arbeitet, wird von ihm ständig beobachtet. Sie weiss nicht, dass sie Bergmans Tochter ist. Wird auch sie in Gefahr sein?

„Die Frauen, die er kannte“ ist der zweite Sebastian Bergman-Krimi, der an den Thriller „Der Mann, der kein Mörder war“ anknüpft. Das Buch beginnt wie ein Meisterwerk. Wie in einen Sog wird man in die spannende Geschichte hineingezogen und die Polizei versucht, nach Kräften mit den Ereignissen und Enthüllungen Schritt zu halten. Alles sehr spannend am Anfang. Zwischendurch wird es leider langweilig, denn dem Leser wird sehr langatmig und seitenweise von den Problemen des Kriminalpsychologen berichtet. Als da wären: Stalking, seine Tsunami-Traumatisierung und zuletzt seine gestörten Beziehungen zu Frauen. 725 Seiten sind eine Menge und wollen erst einmal gelesen werden. Eine Verknappung und Verdichtung hätte dem Krimi gut getan. Manche Seiten habe ich überflogen und bin trotzdem ohne Probleme in die Charaktere der Romanfiguren gekommen. Trotzdem lohnt es sich, den Thriller zu lesen, denn zwischendurch wird es immer wieder spannend. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und bin sehr gespannt auf den Nachfolgreroman „Die Toten, die niemand vermisst.“, der jetzt in meinem Regal steht. Vielen Dank Sandra für das tolle Geschenk. Eure HeidivomLande

Cool ist, das beide Romane in Schweden bereits mit dem Wallander-Darsteller Berserker Rolf Lassgård verfilmt wurden – konzipiert von den Autoren selbst. Im deutschen Fernsehen werden die Filme im ZDF zu sehen sein.

Titel: Die Frauen, die er kannte.
Autoren Hjorth & Rosenfeldt
Einband: Taschenbuch, Seiten: 725
Verlag: Rowohlt, Reinbek, Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86252-020-6
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