Bergedorf, Blog, HeidivomLande, Bergedorfer Blog, DJ Benny, Lola, DJ Kiez, Reeperbahn, DJ Serie, Musik, All Folks BoogieAusgabe 4, DJ Szene Bergedorf  mit DJ Andy

 

Hey Folks,
es geht weiter mit den heißen Typen am Turntable. Diesmal stelle ich euch in der Serie Bergedorfer DJ-Szene den P-FUNK-MASTER DJ ANDY vor …

P-Funk-Master DJ Andy

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1969 – 1979

Andy war im zarten Alter von 6 Jahren schon ziemlich plietsch und nutzte ab 1969 die Discozeiten, um für die Nachbarskinder Platten von beispielsweise Ilja Richter, T-Rex, Slade oder Sweet aufzulegen. Zur Entlohnung durften die Freunde Bonbons durchs Fenster in sein Kinderzimmer werfen.

Von dieser „Geschäftsidee“ angefixt, zog er später mit zwei Kinderwagen als Transportmittel auf Klassen- und Schulfeste in Bergedorf, um Musik zu machen. Die Partys starteten nachmittags und gingen bis 21.00 Uhr – natürlich ohne Alkohol. Sein Equipment: Schallplatten, 3-Kanal-Lichtorgel, Plattenspieler, kleines Mischpult, Boxen und Verstärker. Die Gage: 50 DM pro Abend.

Andy:
„Es war nicht einfach, die ganze Ausstattung mit zwei Kinderwagen zu transportieren. Damals hatte von uns ja noch keiner einen Führerschein. Aber ich hatte gute Freunde, die mir geholfen haben“.

Die Mädels standen vor den Tischen oder dem Podest und himmelten den DJ an. Den Musikgeschmack der jungen Leute hat DJ Andy immer getroffen, denn er hat sich viel an den legendären „Musikladen“ und Ilja Richter orientiert. Auch die „Bravo“ war zu der Zeit sehr wichtig, denn sie enthielt Starschnitte von den angesagtesten Bands.

Während der Lehrzeit wurde Andy mit seiner rollenden Disco von verschiedenen Leuten privat gebucht und mit einem PKW abgeholt. 150 DM gab es pro Auftritt und die Tanzabende endeten um drei oder vier Uhr in der Nacht. Andy erweiterte sein Genre auf internationale Charts von Abba bis Zabba sowie Rock, Disco und Popmusik.

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1980 – 1982

Mit 17,5 Jahren kam die erste Buchung als DJ in einer Diskothek. Viele erinnern sich vielleicht noch an das OKAY mit Platz für 200 Gäste in Bergedorf/Wentorf gegenüber der Bundeswehr-Kaserne. Die stationierten Soldaten gingen hier ein und aus. Dem Besitzer der Disco gehörte auch das TIME in Lohbrügge. Da DJ Andy seinen Job gut machte, wurde er ab sofort zwischen den beiden Diskotheken hin- und hergereicht.

Bergedorf war zu der Zeit eine Luden Hochburg. Die Zuhälter vom Kiez hatten Prostituierte aus Bergedorf laufen und kamen regelmäßig nach erledigter Arbeit ins OKAY oder ins TIME. Andy kannte sie alle, denn das DJ Pult war im Tresen integriert und so gab es regen Gesprächsaustausch während des Plattenauflegens.

Andy:
„Das waren coole Macker, die Puffbesitzer und Kiezgrößen. So habe ich nie Ärger während des Auflegens gehabt, denn ich hatte immer Personen um mich, die auch mal fest zupacken konnten!“ grinst er.

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1983 – 1988

Durch den ehemaligen DJ vom OKAY bekam Andy einen Vertretungsjob im TRINITY, einer Nobeldisco im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel. Das war eine große Herausforderung, denn während der 1980er Jahre wollte nach Möglichkeit jeder DJ dort auflegen. Die Diskothek wurde dem New Yorker Studio 54 nachempfunden und DJ-Größen wie Peter Römer oder Jens Lissat haben dort Musik gemacht.

Dann kam der nächste Job im SANCOUSSI, eine Mühle in Neuschönningstedt, in der DJ Andy von 1984-1987 die Meute zum Tanzen brachte. Hier lernte er weitere DJs kennen, die seinen DJ-Weg in Hamburg ebneten. Die PRINZENBAR auf dem Kiez oder die FREIHEIT 36 wurden neben anderen Clubs unsicher gemacht. DJ Andy nahm in sein Musikrepertoire Funk dazu und kaufte für ca. 400 DM im Monat Platten.

Andy:
„Der Resident DJ im SANCOUSSI war immer total abgefüllt und eines Tages ist er einfach vom Barhocker geplumpst. Da hat der Chef mich gefragt, ob ich nicht den Job machen möchte. Klar wollte ich!“

Ende 1988 hat Andy vom Musik auflegen, von Alkohol- und Drogenexzessen sowie von schönen Frauen die Nase voll und pausiert zwei Jahre lang.

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1990 -1994

Die Musikhummeln meldeten sich erneut und DJ Andy richtete seinen Blick in die alte Heimat. Im GARBERS verzückte der Resident DJ jeden Freitag die Tanzwütigen, während DJ Schumi sonntags auflegte. So haben sich die beiden kennengelernt und zusammen im CAVE in Hamburg für Party gesorgt.

DJ Andy war von der Reinheit der Landmädels gefangen und blieb dem Garbers treu, wo er spannende Hamburger Bands und Musiker kennenlernte.

Schumi:
„DJ Andy war immer unser P-Funk-Master, der mit fetten Funk-Bass-Beats die 1990er Jahre hat aufleben lassen. Das waren unglaublich lustige Zeiten und Andy war immer für einen Joke gut! Für Insider: Erinnert euch an die Fersenweg-Party, wo wir Andy anschließend im Krankenhaus besuchen mussten?“

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1995 – heute

So nach und nach wurden die Auftritte etwas weniger und DJ Andy legte hauptsächlich nur bei privaten Veranstaltungen oder besonderen Events auf.

Eine tolle Besonderheit war die 1. Stones Party 1997 in der LOLA. Dies war Deutschlands größte Veranstaltung zu dem Motto und die Leute kamen von weit angereist. Der Abend wurde im Rundfunk beworben, es wurden Merchandising-Stände in der LOLA aufgebaut und die LOLA war mit dem größten Pult ever ausgestattet, so dass Andy seine Stones-Platten zum Besten geben konnte.

Ein breites Spektrum an Musikstilen gab es außerdem in der LOLA zusammen mit den DJs Kalle, Schumi, Willi, Wolle bei Events wie „All Folks Boogie All Stars“ oder im BELAMI mit den DJs Sonja, Pam, Andy, Olli, Erde bei „Herbststurm“ (später: „Discjockey-Nights“). Ob in Blöcken, abwechselnd oder zwei gleichzeitig am Regler – die Party war im Team gesichert.

Andy:
„Als DJ ist man bei Frauen sehr beliebt und ich hätte so manche Situation ausnutzen können. Aber … ich verrate hier keine Details“, zwinkert er mir zu und ich bedanke mich bei ihm für das nette Interview.

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++ In der nächsten Ausgabe der Serie: DJ Hase Carsten Schniedewind ++

Bergedorfer DJs! Habt ihr auch Lust auf eine kleine Vorstellungsrunde? Dann meldet euch gerne bei mir unter der E-Mail heidrun-schumacher@heidivomlande.de

 

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