
Mütze (Karsten Rinck) ist seit fünf Jahren „On the Road“ durch Europa.
Fotos: Privat
Fünf Jahre, 35 Länder, 20.000 km. So lange ist Karsten Rinck (44), Spitzname „Mütze“, bereits mit dem Fahrrad oder zu Fuß mit einem kleinen Anhänger unterwegs.
Wenn der Steinkirchener am Wintermorgen des 8. Januar 2026 in Bergedorf losgeht, dann läuft ein besonderes Projekt weiter, das schon viel Bewegungen, Begegnungen und Geschichten miteinander verbindet: „Mütze On Tour“.
An seiner Seite: Lotte, eine 11 Jahre alte Labrador/Münsterländer Mischung. Sie ist mehr als nur eine Begleitung. Gemeinsam bilden sie ein Team, das unterwegs auf Menschen trifft, Grenzen überquert und Situationen meistert, die sich nicht immer planen lassen. Mehr dazu erfahrt ihr nachfolgend …

Karsten Rinck aus Steinkirchen mit seiner Hündin Lotte auf Wanderschaft.
„Mütze On Tour“- Karsten Rinck der Alternativ-Reisende.
Was auf den ersten Blick wie eine kleine Alltagsgeschichte wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als symbolisches Abenteuer, das Mensch, Tier und Geschichten verknüpft und dabei ein ganz eigenes Lebensgefühl transportiert.
Dabei spielt Zeit eine Rolle. Rinck nimmt sie sich bewusst. Für Begegnungen, für Pausen, für das Beobachten. Für das, was passiert, wenn man nicht nur durch Länder reist, sondern sich bewusst auf sie einlässt.
Als er sich 2017 die Frage nach dem Sinn des Lebens stellte und die Endlosschleife aus arbeiten, essen und schlafen betrachtete, wollte er noch mehr.
Orte und Menschen entdecken, Mentalitäten, die Tier- und Pflanzenwelt und was es eben noch so auf der Welt gibt.
Raus aus der Komfortzone, den eigenen Grenzen begegnen und ein Gefühl für Freiheit entwickeln.
Und so ging es für Rinck auf Tour: mit Rad, zu Fuß, mit Anhänger und mit Hund.

Lotte, die 11-jährige Labrador/Münsterländer Mischung, begleitet Karsten Rinck überall hin.
„Mütze On Tour“: Erleben von Reisen in Etappen.
Die ersten Touren von Karsten Rinck waren eine Fahrradreise durch Deutschland und Tschechien 2017, eine Pilgerwanderung zum Wacken Open Air 2018 sowie 2019 und eine Pilgerwanderung vom Norden in den Süden Deutschlands 2020.
Sei Mai 2021 ist der Alternativ-Reisende zu Fuß auf Europas Straßen unterwegs.
Mittlerweile hat er 35 Länder! besucht und über 20.000 km zurückgelegt.
Sein Zelt hat er in dem kleinen Anhänger untergebracht. Er wiegt 7 kg und bietet für 5 Personen Platz. So hat er genügend Raum für seinen Karren, Lottes Pausenbox, ihn selbst und muss in der Nacht nicht auf alles einzeln aufpassen.
Finanziert wird die Auszeit durch das Kleinunternehmen als Reiseschriftsteller, durch das Internet und durch Spenden von Menschen auf der Straße. Außerdem helfen ihm Rücklagen und lokale, gewerbliche Sponsoren.
News von „Mütze On Tour“ im Internet.
Bei Facebook, Twitter und Instagram sowie im Blog „Mütze On Tour“ wird Rincks Reise dokumentiert. Nicht als klassisches Reisetagebuch, sondern als Sammlung von Eindrücken, Momenten und Begegnungen.
Europa erscheint hier nicht als Postkartenmotiv, sondern als Lebensraum – vielfältig, widersprüchlich, offen.

Auf der Fähre in Liepāja im Westen Lettlands: Mütze und Lotte.
Mütze hat nur einen Plan: Laufen!
Morgens weiß Rinck gerade einmal, dass er aufgewacht ist und die grobe Richtung seines Laufens. Das war es dann aber auch schon. Wo Rinck am Abend landet, wo er schläft, wie ein Bettler, wie ein König, davon hat er morgens noch keine Ahnung.
Zumindest in 90% der Fälle. Sicherlich gibt es auch mal Momente, wo alles geplant ist, aber das ist eher die Ausnahme.
Dieser besondere Anreiz der Unsicherheit gibt Rinck das Gefühl von Abenteuer. Mal schläft er im Zelt, in der Scheune, im Stall, in einer Gartenlaube, einer Garage oder Kircheneingängen.
Lotte ist dabei eine große Bereicherung und tolle Begleiterin. Sie läuft die meiste Zeit mit und wenn sie mal eine Rast benötigt, dann gibt es eine Pausenbox auf dem kleinen Anhänger.

Alles an einem Schlafplatz untergebracht: Karsten, Hund und Anhänger.
Die finale Etappe von „Mütze On Tour“.
Am 8. Januar startet Rinck von Bergedorf zu den Landungsbrücken im Hamburger Hafen und setzt dann mit der Fähre über nach Finkenwerder. Dort hat er bereits Hotels, in denen er Unterschlupf finden kann.
Von Finkenwerder aus geht es am 9. Januar über Cranz, vielleicht nach Borstel, vielleicht aber auch in den Ortsteil Königreich der Gemeinde Jork im Alten Land.
So ganz sicher ist sich der 44-jährige noch nicht.
Die finale Etappe am 10. Januar wird definitiv von Jork über Gehrden zur Hogendiekbrücke bei Steinkirchen gehen. Und dann ist Schluss. Dann ist er wieder zu Hause.
Es ist das absolute Primärziel am Ende dieser Wanderung, dort wieder anzukommen. Ob er danach erneut aufbricht, das steht noch auf einem anderen Blatt Papier.
Eigentlich ist er jetzt „angekommen“. Er ist zufrieden mit sich und seiner mentalen Stabilität. Rinck muss sich nichts mehr beweisen. Auch Lotte ist mit ihren 11 Jahren genug gelaufen und hat sich ihre Rente wohl verdient.
EURE HEIDI VOM LANDE
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