Brookwetterung, Bergedorf-Süd, Nutriaplage, Vermehrung, Stadtjäger, Biberratten, Beratung

Die Brookwetterung in Bergedorf-Süd ist ein als Abflussgraben ausgebauter Bach.

Foto: HEIDI VOM LANDE
 
Hallo liebe Leser,
Anwohnern zufolge breiten sich die Nutrias (Biberratten) in der Nähe der Brookwetterung in Bergedorf-Süd gegenwärtig rasant aus und werden lokal zur Plage.

Die invasiven Nager unterhöhlen Ufer, gefährden durch Bodenabbruch die Sicherheit und machen selbst vor den angrenzenden Gärten nicht Halt. Mehr dazu hier …  

HEIDI VOM LANDE, Blog, Bloggerin, Hamburg

 

Nutrias können sich ganzjährig fortpflanzen.

Die Nutriaplage ist mittlerweile ein zunehmend ernstes Problem für Umwelt, Infrastruktur und Bevölkerung.

Nutrias sind große Nagetiere, die ursprünglich aus Südamerika stammen. Sie wurden im 20. Jahrhundert nach Europa gebracht, vor allem für die Pelzzucht.

Nachdem viele Tiere entkommen sind oder freigelassen wurden, konnten sie sich in der freien Natur ansiedeln und stark vermehren – auch weil es hier kaum natürliche Feinde gibt.

Ein Nutria-Paar kann mehrmals im Jahr Nachwuchs bekommen, wobei pro Wurf mehrere Jungtiere zur Welt kommen.

„Da schwamm eine Nutria-Mutter mit ihren neun Babys durch die Brookwetterung“, berichtet ein Anwohner aus Bergedorf-Süd.

So wächst die Population natürlich schnell und ist dadurch in den letzten Jahren stark angestiegen.
 

In Bergedorf gelten die Nager längst als Plage.

Bergedorf bietet mit seinen zahlreichen Gewässern, Kanälen und Grünflächen ideale Lebensbedingungen für Nutrias.

Die Tiere fühlen sich besonders in feuchten Gebieten wohl, wo sie ausreichend Nahrung und Schutz finden.

Ein zentrales Problem der Nutriaplage ist der Schaden, den die Tiere anrichten. Nutrias graben ausgedehnte Höhlensysteme in Uferböschungen und Deiche.

Diese unterirdischen Gänge schwächen die Stabilität der Böden erheblich.

Darüber hinaus verursachen Nutrias auch ökologische Schäden. Sie ernähren sich von Wasserpflanzen, Wurzeln und landwirtschaftlichen Kulturen.

Heimische Tierarten werden verdrängt, da Nutrias ihnen Nahrung und Lebensraum streitig machen.
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Die Brookwetterung in Bergedorf-Süd bietet ideale Bedingungen für Nutrias (Foto: HEIDI VOM LANDE).
 

Nutriahotspot Brookwetterung.

Neben den Umweltproblemen kommt es auch immer häufiger zu Konflikten mit Menschen. Nutrias haben sich an ihre Nähe gewöhnt und zeigen oft wenig Scheu.

„In den angrenzenden Gärten der Brookwetterung sind bereits Nutrias gesichtet worden. Die hatten keinerlei Angst.“, weiß der Anwohner aus Bergedorf-Süd.

Nutrias sehen zwar possierlich aus, doch ihre Zähne sind Waffen. Damit können sie Menschen verletzen.

In seltenen Fällen können sie aggressiv reagieren, insbesondere wenn sie sich bedroht fühlen oder ihre Jungen schützen wollen.
 

Maßnahmen gegen Nutrias.

Um die Ausbreitung der Nutrias einzudämmen, hat die zuständige Umweltbehörde in Hamburg verschiedene Maßnahmen ergriffen.

Dazu gehören gezielte Fang- und Jagdaktionen, bei denen die Population reduziert werden soll.

Es gilt ein Fütterungsverbot, um die Tiere nicht zusätzlich anzulocken und ihre Vermehrung nicht weiter zu begünstigen.

Das Bezirksamt Bergedorf rät nach Rücksprache mit der Umweltbehörde für das Gebiet der Brookwetterung Folgendes:

„Für die Anwohnerinnen und Anwohner in Bergedorf-Süd besteht die Möglichkeit, über den zuständigen Jägermeister einen Stadtjäger zu kontaktieren. Angesichts des massiven Nutriavorkommens und der besonderen Situation vor Ort ist eine Kontaktaufnahme und Beratung sicherlich empfehlenswert.“, so Pressesprecher Lennart Hellmessen.

Der Kontakt kann über www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bukea/themen/agrarwirtschaft/jagd/ansprechpartner-jagd-171274 hergestellt werden.
 
EURE HEIDI VOM LANDE
 


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Written by HEIDI VOM LANDE, Bloggerin