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BI „Dove-Elbe-retten“ ist gegen die kontrollierte Anbindung der Dove Elbe an die Tideelbe.

Foto/Logo: Jens Drexler/Werner Rolf Welzin
 
Hallo liebe Leser,
das Naturidyll im Südosten Hamburgs ist eines der größten Wassersportfreizeitgebiete der Hansestadt, Olympia-Trainingsgebiet, beliebtes Angler-Revier und gilt als echter Geheimtipp für Ausflügler. Am Wochenende einfach mal raus aus der vollen Stadt und rauf auf die Elbe mit ihren Seitenarmen Dove- und Gose-Elbe oder die Bille.

Vorbei an Feldern, Wiesen, denkmalgeschützten Bauernhäusern oder Windmühlen kann die Städterlunge in den Vier- und Marschlanden mal so richtig durchatmen und gestresste Großstadtmenschen den naturnahen Erlebnisraum mit seinen Tier- und Pflanzenarten bewusst wahrnehmen.

DOCH STOPP! DENN DAMIT KÖNNTE BALD SCHLUSS SEIN!

Der Senat lässt die Wiederanbindung des Dove-Elbe-Gebiets an den großen Elbstrom prüfen. Was das für Folgen haben könnte und wann die erste Demo geplant ist, das erfahrt ihr hier …
 

HEIDI VOM LANDE, Blog, Bloggerin, Hamburg

 
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Zu Besuch beim RC Bergedorf. Hier findet die Dove-Elbe-Rallye, eine kombinierte Lang- und Kurzstreckenregatta, statt.
 

Zerstörung des bestehenden Ökosystems Dove Elbe?

Seit 1952 ist die Dove Elbe vom Hauptstrom der Norderelbe der Hansestadt Hamburg abgetrennt und durch den Bau der Tatenberger Schleuse seither nicht mehr von den Elbe-Gezeiten beeinflusst. Dadurch ist dort ein wunderschönes Naturparadies mit einem intakten, hochwertigen Öko-System gewachsen.

Neben sauberem Wasser, einem artenreichen Fischbestand, vielen seltenen Tierarten wie beispielsweise Eisvogel oder Biber gehört auch das einzigartige Naturschutzgebiet „Die Reit“ zur Landschaft der Dove Elbe. Viele Gewerbetriebe haben sich angesiedelt, für eine Regattastrecke nach internationalen Richtlinien wurden erst 2009 rund 2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und das Wassersport-Freizeitrevier ist seit Jahren bereits von überregionaler Bedeutung.

Durch die Wiederanbindung der Dove-Elbe an die Stromelbe würde sich durch den Tidehub (Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser bei den Gezeiten) natürlich vieles ändern, es würden dort wieder Ebbe und Flut herrschen und die Zeiten des stillen Gewässers wären vorbei.
 
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Im Kampf für das Naturparadies – Oleg v. Cube der Bürgerinitiative „Dove-Elbe-retten“.
 

Keine Öffnung der Dove Elbe zur Tideelbe!

Die BI „Dove-Elbe-retten“ befürchtet allerschlimmste Folgen durch die Anbindung der Dove-Elbe an den Elbstrom. Auf ihrer Homepage und Facebook-Seite sind zahlreiche Argumente gegen eine Wiederanbindung aufgelistet.

Dabei wurde die Bürgerinitiative erst am 26. März 2019 im Vereinshaus der Baltischen Seglervereinigung Hamburg e.V. gegründet. Trotzdem haben sich schon zigtausende Menschen, direkt betroffene Anwohner, Vereine und Firmen angeschlossen, die die Dove Elbe als Naherholungsgebiet und Wassersportrevier nutzen und die Online-Petition der BI unterschrieben haben.

„Durch die Öffnung der Dove Elbe strömen zweimal täglich ca. 4 Millionen Kubikmeter dreckiges Elbwasser (Brackwasser) aus dem Hamburger Hafen in die Dove Elbe. Bei Flut und Wasser in der Dove Elbe kann dann nicht mehr gebadet werden, es verschlickt alles, die Gemüsebauern können das belastete Wasser nicht zur Wässerung ihrer Felder nutzen, die mühsam angesiedelten Tierarten würden wieder verschwinden und und und.“


 
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Atemberaubende Natur und Naherholungsgebiet. (Foto: Werner Rolf Welzin)
 

Warum überhaupt diese irrsinnigen Überlegungen?

Durch die jahrzehntelange Anpassung der Elbe an die wirtschaftliche Nutzung (Fahrrinnentiefen) haben sich Probleme ergeben und sind neue Dimensionen zu bewältigen: Die Tide läuft bei Flut höher auf und bei Ebbe etwas weiter ab, unzählige Kubikmeter Sediment (Ablagerungen) müssen vom Grund der Elbe heraufbefördert und geforderte Ausgleichsflächen geschaffen werden.

Zur Lösung dieser Probleme haben sich in einem Aktionsbündnis mit dem Namen „Forum Tideelbe“ die Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, der Bund sowie Kreise, Kommunen, Verbände und Organisationen aus der Region zusammengetan.

In Phase I wurden fünf Gebiete identifiziert, die für eine Öffnung zum Hauptstrom infrage kommen könnten – eines davon ist die Dove-Elbe. Phase II enthält die Machbarkeitsstudie. Bei Phase III (bis Mitte 2020) wird ein Ergebnisbericht abgestimmt und verabschiedet.
 
Bis dahin ist es nicht mehr lange hin und die Bürgerinitiative wünscht sich noch ganz viele Unterschriften gegen die mögliche Renaturierung der Dove-Elbe.

Daher gibt es am 25. Mai 2019 eine Protestfahrt mit Kleinbooten – Von der Regattastrecke zur Krapphoffschleuse, weiter zum Schleusengraben und gegen 10.30/11.00 Uhr Einlauf in den Bergedorfer Hafen (Serrahn). Dort beginnt die eigentliche Kundgebung und anschließend geht es auf dem Wasser wieder zurück.
 
EURE HEIDI VOM LANDE

 
LINKS ZUM ARTIKEL:
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