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Die Schiller-Oper des Stadtteils St. Pauli ist einer der 33 vergessenen, verlassenen und unheimlichen Orte im Buch von Manfred Ertel.

++ REZENSION ++ (Foto: Manfred Ertel)
 
Hallo liebe Leser,
kennt ihr solche Orte oder Bauten in Hamburg, die über die Jahre ausgedient haben und aus denen ein einziges Trauerspiel wurde? Der ehemalige SPIEGEL-Autor Manfred Ertel hat sich für sein neues Werk auf Spurensuche begeben und viele „Lost Dark Places“ in der Hansestadt ans Licht gebracht.

Ich war sehr gespannt auf die mysteriösen oder geheimnisvollen Plätze, die der Autor selbst besucht, erkundet und fotografiert hat und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil! Mehr dazu erfahrt ihr nachfolgend …  

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Jahrzehntelang Schmuseplatz für Liebespaare: Die heute durch schwere Eisengitter geschützte Grotte mit Elbblick (Foto: Manfred Ertel).
 

Dark-Tourism-Guide „Lost & Dark Places Hamburg“.

Jeder kennt Hamburg als das einladende „Tor zur Welt“: Doch der neue Dark-Tourism-Guide aus dem Bruckmann Verlag schaut genauer hin und findet viel Unheimliches.

Zwischen Kiez und Kriegsfolgen, Reeperbahn und Ruinen – die Hansestadt bietet schaurig schöne und dunkle Abgründe in Vielzahl.

Über Geister und versunkene U-Boote bis hin zu verlassenen Fabriken stellt der Guide von Manfred Ertel die spannendsten 33 Lost & Dark Places in Hamburg vor – mit Geschichte, die Geschichten erzählt und die vor Ort greifbar ist.

Das Buch begleitet Neugierige auf eine Zeitreise. Mit Ortsbeschreibung und Anfahrttipps werden die Besuche zum besonderen Erlebnis.

Lost & Dark Places, Hamburg, vergessen, verlassen, unheimlich, Orte, Spiegel-Autor, Manfred Ertel, Buch, Rund ums Buch, RezensionManfred Ertel
Lost & Dark Places Hamburg
33 vergessene, verlassene und unheimliche Orte
160 Seiten, ca. 200 Abb., 16,5 x 23,5 cm
Klappenbroschur mit Fadenheftung
€ [D] 19,99
ISBN: 978-3-7343-2048-4

 
 

Über den Autor Manfred Ertel.

Manfred Ertel, geboren 1950 in Hamburg, war fast 40 Jahre lang politischer Korrespondent und investigativer Autor beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL.

Seitdem schreibt er Bücher, zum Beispiel den enthüllenden Hamburg-Krimi »FoulSpieler« über Wettmanipulationen im Fußball.

Der Autor ist Hamburger durch und durch, die Suche nach »Lost Places« war deshalb für ihn Beruf und Berufung zugleich.
 

Ein Stück lebendige Hamburger Geschichte.

Orte der Zivilisation, die irgendwann einfach ihrem Schicksal überlassen wurden, gibt es in Hamburg so einige. Sie haben ihren eigenen Charme, von der Natur teilweise erobert oder zertrümmert. Schnell gerät der Leser in die Schwärmerei für Verfallenes und Zerstörtes.

Manfred Ertel benennt in seinem Buch vor jedem verlassenen Ort die GPS-Daten und Anfahrtsmöglichkeiten, um dann das historische Grundwissen des Objekts kurz und klar zu vermitteln.

Angesichts der heutigen Situation finden sich im nächsten Absatz mit Fotografien belegte Informationen und am Ende eines jeden „Lost Places“ Hinweise, ob ein Besuch machbar ist oder ob sich beispielsweise nur ein Rundgang um die Ruine lohnt.

Lustiger Döntjes und düstere Abgründe wechseln sich ab in den spannenden Storys, zu denen auch der vor sich hin rottende Drehort für Fatih Akins Kultfilm in Wilhelmsburg gehört.

Ein sehr gelungener Guide, nicht nur für die Spuren- und Schatzsucher der Gegenwart. Ich könnte ihn mir auch als glänzende Alternative mit Hochglanz-Veredelung bei einer nächsten Auflage gut vorstellen.
 
EURE HEIDI VOM LANDE

 


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