Volksentscheid, Klimapolitik, SPD, Hamburg

Klimaneutralität 2040 in Hamburg: Vorantreiben oder lassen?

 
Hallo liebe Leser,
bei dem Volksentscheid am Sonntag, den 12. Oktober 2025 können wir über den Zeitplan der Klimaziele abstimmen.

Vor zwei Wochen hat die HEIDI VOM LANDE-Redaktion darüber berichtet, wie die CDU Fraktion Bergedorf und die Grünen Fraktion Bergedorf zu dem Thema Klimaneutralität 2040 stehen. Jetzt hat sich noch die SPD-Landesorganisation Hamburg dazu geäußert. Mehr dazu erfahrt ihr nachfolgend …  

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Das sagt die SPD-Landesorganisation Hamburg dazu.

Die SPD-Landesorganisation hat in einer E-Mail an die HEIDI VOM LANDE-Redaktion das Folgende mitgeteilt:

„Dass Hamburg bis spätestens 2045 klimaneutral werden soll, ist im Hamburger Klimaschutzgesetz verbindlich festgeschrieben.

Der Klimaplan wirkt bereits heute: Seit 1990 konnten die CO₂-Emissionen um rund 50 % gesenkt werden, bis 2030 werden es 70 % sein – das ist bundesweit ein Spitzenwert.

Die Initiative „Zukunftsentscheid“ verfolgt ein ähnliches Ziel, will aber mit einem neuen Gesetz starre Jahresvorgaben und sogenannte „Sofortprogramme“ festschreiben.

Das klingt zunächst ambitioniert, würde aber in der Praxis zu mehr Bürokratie, kurzfristigen Verboten und erheblichen Mehrkosten führen.

Im Klartext:
• Mietsteigerungen durch beschleunigte Sanierungspflichten
• Fahrverbote für Verbrennerautos in Hamburg
• starre Heizungsvorschriften und der Zwang zum beschleunigten Gasnetzausstieg
• Arbeitsplatzrisiken durch Betriebsschließungen

Wir sind der Meinung: All das würde die Handlungsspielräume der Politik massiv einschränken und gerade Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen stark belasten. Wir wollen Klimaneutralität aber mit den Hamburger*innen erreichen – nicht gegen sie.

Wir setzen auf Investitionen, Innovation und Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Wissenschaft sowie Sozial- und Umweltverbänden. Beispiele:
• massiver Ausbau erneuerbarer Energien
• Photovoltaik auf Hamburgs Dächern
• Modernisierung von Gebäuden, Verkehr und Industrie

Der rot-grüne Senat unter Bürgermeister Peter Tschentscher hat in den letzten Jahren hunderte große und kleine Maßnahmen angestoßen und umgesetzt. Das zeigt: Unser Plan funktioniert.

Das von Ihnen angesprochene, von der Umweltbehörde beauftragte Gutachten bestätigt, dass ein Vorziehen der Klimaneutralität auf 2040 nur mit harten Einschnitten möglich wäre, u.a. dem Austausch sämtlicher Gas- und Ölheizungen bis 2040, der Stilllegung des gesamten Gasnetzes, Umweltzonen im Hafen, massive Kostensteigerungen für Privathaushalte und Wirtschaft und nicht zuletzt heute noch gar nicht genehmigten Maßnahmen zur Co2-Verpressung in der Erde.

SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf bringt es auf den Punkt: „Ein striktes Vorziehen der Klimaneutralität auf 2040 würde zu erheblichen Belastungen und Einschnitten führen – besonders für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen. Wer anderes behauptet, ignoriert die Realität.“

Auch der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), die „sozialen Vermieter“, hat eine klare Haltung und befürchtet massive soziale Härten.

Direktor Andreas Breitner: „Die Initiatoren des Volksentscheids streuen den Menschen Sand in die Augen, wenn sie ihnen versprechen, dass Klimaneutralität bereits im Jahr 2040 keine finanziellen Auswirkungen für sie haben wird. Wer die ganze Stadt im Blick hat, und nicht nur die wohlhabenden Menschen, kann am 12. Oktober nur mit einem ‚Nein‘ stimmen.“

Hinzu kommt: Die Verschärfung des Hamburger Klimaschutzgesetzes kann gar nicht verbindlich sicherstellen, dass Hamburg 2040 klimaneutral sein wird. Wichtige Bereiche wie Industrieemissionen und Energieversorgung, in denen nach dem Willen der Initiative noch schneller größere CO2-Reduktionen erreicht werden müssen, sind bundes- und EU-rechtlich geregelt und liegen daher nicht in unserer Hamburger Hand.

Wir sagen daher klar: Keine Unterstützung für den „Zukunftsentscheid“. Nicht, weil wir Klimaschutz bremsen wollen, sondern weil wir ihn sozial gerecht, realistisch und dauerhaft wirksam gestalten. Unser Kurs bleibt: Hamburg klimaneutral – machbar, fair, miteinander.“

(Manuel Preuten, Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPD-Landesorganisation Hamburg).
 

Hamburger Zukunftsentscheid.

Jetzt seid ihr dran: Zu dem Streit über den Zeitplan, ob die Klimaneutralität in 2040 oder 2045 kommen soll, könnt ihr bei dem anstehenden Volksentscheid am 12. Oktober 2025 abstimmen!
 
EURE HEIDI VOM LANDE
 


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Written by HEIDI VOM LANDE, Bloggerin