
Die neue Brücke am Schleusengraben wurde letzte Woche offiziell eröffnet.
Foto: LSBG
Hallo liebe Leser,
mit einer Eröffnungsfeier gab das Bezirksamt Bergedorf letzte Woche Donnerstag die neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Schleusengraben offiziell frei.
Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann eröffnete das Bauwerk gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der am Bau beteiligten Firmen, des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) sowie des Quartiers. Mehr dazu hier …

Foto: LSBG
Neue Brücke am Schleusengraben.
Die gut 50 Meter lange Stahlkonstruktion überspannt den Schleusengraben zwischen der Straße Am Schilfpark im Osten und dem Neubauprojekt Weidenbaumsufer im Westen.
Sie verbindet die wachsenden Wohnquartiere beiderseits des fast 600 Jahre alten Kanals und schafft erstmals eine direkte Fuß- und Radwegeverbindung.
Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Die neue Brücke am Schleusengraben ist ein bedeutender Schritt für die Entwicklung lebendiger und gut vernetzter Quartiere in Bergedorf. Sie schafft nicht nur eine direkte Verbindung für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende, sondern stärkt auch das Miteinander in einem wachsenden Stadtteil, in dem Wohnen, Arbeiten und Forschen eng zusammenrücken. Es freut mich besonders, dass wir mit Mitteln aus dem Finanzierungsprogramm Wohnungsbauentwicklung gezielt in die öffentliche Infrastruktur investieren konnten. Gerade solche Projekte sind entscheidend, um neue Wohngebiete attraktiv und lebenswert zu gestalten und den Menschen vor Ort kurze Wege und hohe Aufenthaltsqualität zu bieten. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses anspruchsvolle Vorhaben mit viel Engagement und Ausdauer realisiert haben.“

Eine Drohnenaufnahme vom Einhub der Schleusengrabenbrücke in Bergedorf im November 2025 (Foto: LSBG).
Brücke nach Jahren endlich eröffnet.
Das Projekt hat eine lange Planungsgeschichte. Erste Mittel für den Brückenbau wurden bereits 2014 bereitgestellt; über die Jahre verzögerten komplexe Flächentausch-Verhandlungen, Altlastenfunde im Untergrund und bauliche Auslastungsprobleme den Fortschritt immer wieder.
Cornelia Schmidt-Hoffmann, Bezirksamtsleiterin Bergedorf: „Ich weiß, dass viele hier länger als geplant und als wir uns alle gewünscht hätten auf diesen Tag gewartet haben. Umso mehr freue ich mich, dass wir die Brücke heute endlich eröffnen können. Sie ist die fehlende Verbindung zwischen den Quartieren am Schleusengraben, wo Wohnen, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenkommen. Mein Dank gilt allen, die das Projekt möglich gemacht und über diese lange Zeit begleitet haben sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld.“
Neue Verbindung für Bergedorf.
Die Stahlkonstruktion wurde im November 2025 eingehoben; abschließende Arbeiten an Belag, Geländer und Begrünung konnten im Frühjahr 2026 angegangen werden.
Dr. Imke Steinmeyer, stellv. Geschäftsführerin LSBG: „Für unsere Ingenieurinnen und Ingenieure ist es immer etwas ganz Besonderes, einen Brückenschlag und damit eine neue Verbindung in dieser Stadt zu schaffen. Eine Verbindung, die insbesondere hier im Schilfparkquartier aber auch in ganz Bergedorf sehnlichst erwartet wurde. Wir als LSBG arbeiten täglich für den Erhalt und das Funktionieren der Infrastruktur in Hamburg und manchmal schaffen wir auch ganz neue Wege. Das sieht man an der neuen Brücke über den Schleusengraben besonders gut. Die Planung und der Bau der neuen Schleusengrabenbrücke war ein herausforderndes Projekt, das am Ende nur gemeinsam, im Verbund von Behörde, Landesbetrieb, dem Bezirksamt, Baufirmen und Projektentwicklern vor Ort gemeistert werden konnte. Dafür möchte ich mich auch im Namen des LSBG sehr bei allen Beteiligten bedanken.“
Gesamtkosten des Projekts.
Anschließende Wegearbeiten konnten nun weitestgehend abgeschlossen werden.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich nach derzeitigem Stand auf rund 3,6 Millionen Euro.
Finanziert wurde es aus Mitteln des Finanzierungsprogramms Wohnungsbauentwicklung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.
Das Programm fördert gezielt die notwendige öffentliche Infrastruktur im Zuge großer privater Wohnungsbauprojekte – wie öffentliche Grünanlagen, Wegeverbindungen oder andere Erschließungsmaßnahmen, deren Kosten nicht oder nur anteilig auf private Bauherrinnen und Bauherren übertragen werden können, um so zum attraktiven Wohnraum auch ein lebenswertes Umfeld zu schaffen.
Stahlkonstruktion als Herzstück des Quartiers.
Ergänzt durch den neuen Park am Ufer der Kampbille, ist die Brücke nun als Herzstück des Quartiers an das neue Wegenetz am Schleusengraben eingebunden.
Auf der Westseite schließt sie an bereits fertiggestellte Abschnitte des Schleusengrabenwegs an, der am Westufer des Kanals entlangführt.
Zusammen mit dem benachbarten Forschungs- und Innovationspark, für den die Brücke ebenfalls eine wichtige Erschließungsfunktion übernimmt, wächst ein zusammenhängendes Quartier, das Wohnen, Wissenschaft und öffentlichen Raum verbindet.
Geplant und gebaut wurde die Brücke vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) im Auftrag des Bezirksamts.
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