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Guten Morgen liebe Leser,
heute, am 29.11.2015, entscheidet sich, ob Deutschland mit Hamburg um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in die Bewerbungsrunde geht. Ein heisser Kampf um das Für und Wider ist inzwischen im sozialen Netzwerk und an anderen Stellen dabei entbrannt.

Stimmenabgabe:
Rund 1,3 Millionen Hamburger sind aufgefordert, ihre Stimme für oder gegen das größte Sportereignis der Welt in unserer Stadt abzugeben. Heute bis 18.00 Uhr können die Stimmen in einer der 200 Abstimmungsstellen persönlich abgegeben werden. Das vorläufige Ergebnis wird noch heute Abend bekanntgegeben. Ein Trend ist ab 20.00 Uhr zu erwarten. Das endgültige Ergebnis wird am 15.12.2015 festgestellt.

Um die Bewerbung Hamburgs weiterhin durchzusetzen, müssen 20 % der Wahlberechtigten mit Ja stimmen, bei insgesamt mehr existierenden Ja-Stimmen. Wenn eine amerikanische Stadt die Spiele möchte, ist sie Favorit, so lautete es zum Auftakt der Bewerbung für die Olymipischen Spiele 2024.

Befürworter:
Kein Wunder also, dass die Befürworter der Bewerbung ordentlich die Werbetrommel gerührt haben, denn jede Stimme zählt, um die Teilnahme durchzudrücken. An jeder Strasse kommen laut meinem Empfinden 1 „Nein“-Plakat auf 4 „Ja“-Werbetafeln. Handelskammer, zahlreiche Mitgliedsunternehmen, Vereine und Interessengemeinschaften haben offensichtlich die Strahlkraft und das Potenzial Olympischer Spiele erkannt. Sie begründen die Bewerbung mit der einmaligen Gelegenheit für Hamburg, als Gastgeber ein Signal des Friedens und der Völkerverständigung in die Welt zu senden und unsere Stadt für Fachkräfte, Investoren und Reisende aus aller Welt zu rücken.

Gegner:
Die Olympia-Gegner haben Angst vor Unsummen von Schulden, die auf die Stadt und damit auf die Bürger zukommen werden. In unserer Region würde das beispielsweise auf der Regattastrecke in Allermöhe (Dove-Elbe) Auswirkungen in Höhe von 17 Millionen Euro! haben. Auch der kleine Grasbrook spielt eine zentrale Rolle. Insgesamt wird momentan von 11,2 Milliarden Euro an Kosten ausgegangen, wovon auf die Stadt ein Anteil von 1,2 Milliarden Euro fällt.

Meine Stimme:
Summen, die für mich ein viel zu hohes Finanzrisiko mit sich bringen. Wer trägt die Kosten und die Folgekosten? Allein die Bewerbungskosten müssen schon immens hoch sein. Wieviel wird davon mal wieder auf den Steuerzahler abgewälzt werden?

Meine zweite Sorge: Der Platzbedarf. Wie soll eine Stadt wie Hamburg, die bereits sehr viele Flüchtlinge aufgenommen hat und zukünftig aufnehmen wird, noch mehr Platz für Zuschauer, Athleten, Medienvertreter, Helfer und Austragungsorte schaffen? Mir ist die Stadt jetzt schon eindeutig zu voll.

Darum halte ich es wie mein Verein, der FC St. Pauli: „Ein klares Nein zu Olympia“. Meine Briefwahlunterlagen wurden entsprechend eingereicht.

Informationen zum Für und Wider:
Wer noch unentschlossen ist, der kann sich hier informieren bei Hamburg24, Nolympia oder auf Facebook unter Ja für Olympia, Nolympia.

Eure Meinung:
Mich interessiert brennend, wie ihr zu dem Thema steht. Überzeugt ihr mich zukünftig zum einem „Ja“ oder bestärkt ihr mich beim „Nein“? Schreibt mir per E-Mail, hinterlasst einen Kommentar oder postet bei Facebook. Eure HeidivomLande

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