Hallo liebe Leser,
vor 27 Jahren wurden in der Göhrde, einem Waldstück an der B216 zwischen Lüneburg und Dannenberg, ein Ehepaar aus Bergedorf und ein Liebespaar aus Niedersachsen ermordet (daher Göhrde-Mörder). Unter Verdacht: Kurt-Werner W., der sich 1993 selbst umbrachte. Jahrelang haben die Ermittler Puzzle für Puzzle zusammengetragen.

Aktuell werden die Fälle wieder neu aufgerollt, wie die MOPO berichtet. Mehr dazu hier …
 

HEIDI VOM LANDE, Blog, Bloggerin, Hamburg

 

In Kürze was geschah

Der Bergedorfer Peter R. und seine Frau machen sich 1989 auf in die Göhrde. Das idyllische Waldstück lädt bei bestem Wetter zum Picknick ein. Dort treffen sie auf ihren Mörder. Sehr viel später werden ihre Leichen gefunden, aber es kann nicht mehr festgestellt werden, wie sie ums Leben kamen. In der Nähe vom Tatort werden dann 14 Tage später erneut zwei Leichen entdeckt. Ein Liebespaar aus Niedersachsen.
 

Langwierige Ermittlungen

Erst 1993 fällt der Verdacht auf Kurt-Werner W., nachdem über 10.000 Menschen befragt und mehr als 2.000 Spuren verfolgt wurden. Es kam heraus, er kannte eines von weiteren Opfern in Norddeutschland. Die Kripo Lüneburg will zwei Haare, die in einem Auto gefunden wurden, mit dem der Mörder damals geflohen ist, untersuchen. Aber leider werden die Haare beim DNA-Test zerstört. Die Ermittler tragen akribisch die Indizien weiter zusammen. Wie passen der Mord an Ilse G. und das Verschwinden von Birgit M. ins Bild? Derzeit ist eine Soko der Lüneburger Polizei an dem Fall um Kurt-Werner W. dran.
 

Die Geschichte des Kurt-Werner W.

Blond, gutaussehend und mit kalten Augen. Und vielleicht der schlimmste Serienmörder in Norddeutschland. Sieben Morde könnten auf sein Konto gehen. Die jahrelange Recherche der Kripo bringt ein äußerst verpfuschtes Leben mit jeder Menge Gewalt ans Tageslicht: Qäulereien, Vergewaltigungen, Mord. Aber auch ein anderes Bild: eine stets gepflegte Erscheinung, verheiratet, bürgerliches Leben.

Kurt-Werner W. wird 1949 geboren. Sein Vater kommt mit dem Pubertierenden nicht zurecht. Mit 14 Jahren kommt er in den „Wichern-Stift“. Als 15-Jähriger überfällt er eine Nachbarin, würgt sie und flieht. Kurt-Werner wird zu Jugendarrest verurteilt.

1965 neben anderen Straftaten der erste sexuelle Übergriff. Er begrabbelt in Bardowick eine Radfahrerin. 1970 vergewaltigt er eine 17-jährige Anhalterin und versucht sie zu erwürgen. Kurt-Werner W. transportiert die Frau im Auto und lässt sie später frei. Die Kripo kann ihn als Täter überführen. Wieder Knast.

In den 1980er Jahren zieht Kurt-Werner W. mit seiner Ehefrau in Lüneburg in das Haus seines Vaters ein. Dort wird ein „geheimer Raum“ gefunden, den seine Frau im Obergeschoss nie betreten durfte. Die Kriminalpolizei stellt später fest, dass es dort viele Verstecke hinter Wand und in Möbelstücken gab. Abhöranlage, Gewehre, Revolver, Munition, Messer, Handschellen, Beruhigungsmittel u.v.m. waren dort versteckt.

Irgendwann später kehrt die Polizei zurück und buddelt einen nagelneuen Ford im Garten aus. Hier schlägt der Leichenspürhund an. Wieso hat Kurt-Werner W. das gemacht? Was sollte verborgen werden? Fragen über Fragen, die bis zum Selbstmord 1993 nicht eindeutig geklärt werden konnten.
 

Aktuell mehr Details

Ein kompliziertes Puzzle. Ermittler haben über Jahre hinweg Indizien zusammengetragen. Jetzt fügt sich ein monströses Bild zusammen. Die MOPO kennt die Details, wie sie im Mopo-Artikel vom 27.05.2016 schreiben. Sie ergeben das Bild eines zutiefst kriminellen Mannes, über das sie in den nächsten Tagen Stück für Stück veröffentlichen werden.
 
Ich bin gespannt, was da jetzt neu aufgerollt wird. Eure HEIDI VOM LANDE
 

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