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Mädchen- und Frauenfußball beim SCVM.

Foto: Holger Beck.
 
Hallo liebe Leser,
der Sport-Club Vier-und Marschlande (SCVM) ist einer der größten Vereine in Hamburg. Südlich der Elbe bietet er neben vielen Sportarten auch Mädchen-und Frauenfußball an. Doch Corona sowie dessen Nach- und Nebenwirkungen haben vielen Fußballvereinen in Hamburg und in ganz Deutschland schwer zugesetzt.

Abzusehen war der große Schwund an Spielerinnen für keinen der Fußballtrainer:innen. Ob sich das beim SCVM im Bezirk Bergedorf ebenfalls bemerkbar gemacht hat und so einiges mehr, erfahrt ihr nachfolgend …

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Aktiv im Verein sein und Mädchenfußball spielen: Der SCVM hat Kapazitäten frei (Foto: Holger Beck).
 

Corona: Langzeitfolgen für Kinder und Jugendliche?

Durchaus hat der Sport-Club Vier-und Marschlande (SCVM) während der letzten zwei Jahre Folgen im Sport durch Corona bemerkt. Die Prioritäten in den Familien haben sich verschoben.

Kinder sind zur Untätigkeit verpflichtet und ihr Bewegungsdrang ist gebremst worden.

Eltern, die sich die Beiträge nicht mehr leisten können, da ihr Job aufgelöst wurde oder die Kurzarbeit zugeschlagen hat, nehmen ihre Kinder raus aus den Vereinen.

„Auch wenn es auf dem Rücken der Kinder passiert, ist es doch zu verstehen“, so Toni Mundt, Fußballmädchenobmann, und Anna Hepfer, Fussballmädchenobfrau, des Mädchen- und Frauenfußballs vom SC Vier- und Marschlande e.V. von 1899. „Wer am Existenzminimum leben muss, stoppt jeden unnötigen Geldfluss.“

Es wurde zwar gewarnt in Rundfunk und Presse vor den Langzeitfolgen für Kinder, doch so richtig ernst nehmen konnten manche Eltern das nicht. Sind sie doch mit sich selbst und der Corona-Pandemie äußerst beschäftigt.
 
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Die Deichdeern vom SCVM in Aktion: Ein Schnuppertraining ist jederzeit möglich (Foto: Holger Beck).
 

Den Mädchenfußball hat es besonders schwer getroffen.

Viele Mädchen sind daran interessiert, Fußball regelmäßig und in einem Verein zu spielen. Das Problem dabei ist, dass viele Eltern aber mittlerweile ihre Kinder nicht mehr zum Training fahren wollen oder können.

Sei es, weil sie sich in dieser harten Zeit selbst kein Auto mehr leisten oder weil ihr Job das zeitlich unmöglich macht.

Fahrgemeinschaften werden gebildet, um kein Kind abends alleine durch die Gegend irren zu lassen.

Mit den Bussen auf dem Land ist das ebenso eine Sache. Aufgrund der Reduzierung der öffentlichen Verkehrsbetriebe fahren Busse dort nur noch in großen Zeitabständen. Da kann es durchaus schon mal vorkommen, dass die Mädels für eine Strecke von gerade mal 20 km bis zu einer Stunde im Bus sitzen.

Die Mädchen- und Frauenmannschaften und die ehrenamtlichen Trainer:innen des SC Vier- und Marschlande leben tagtäglich mit diesen Widrigkeiten und lassen sich davon nicht abschrecken.

Auch wenn sie derzeit keinen großen Zulauf aus dem Bezirk Bergedorf oder aus der Hansestadt Hamburg haben, ist der SCVM einer der wenigen Fußballvereine mit einer intakten Mädchen- und Frauen-Fußballabteilung.
 
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Kinder entdecken die Welt in und durch Bewegung! Darum sind Aktivitäten so wichtig (Foto: Holger Beck).
 
Altersklassen von 9 – 16 Jahren trainieren und spielen auf dem Platz am Elversweg 46 in Hamburg-Ochsenwerder. Trainiert werden sie von erfahrenen, selbst einmal gewesenen oder immer noch aktiven Fußballspieler:innen.

Mit den Eltern, die trotz aller Umstände diese Mannschaften unterstützen, würden die Trainer:innen diese Aufgaben aber nicht schaffen und sind so über jede Hilfe, ob personell oder finanziell, immer dankbar. Denn so sieht ehrenamtliche Tätigkeit aus.

Der SCVM arbeitet in Kooperation mit den umliegenden Schulen in Allermöhe, Bergedorf, Lohbrügge, Curslack, Kirchwerder, Moorfleet, um Mädchen für den Fußball zu begeistern.

Der Verein hat sogar Spielerinnen in den Reihen, die extra aus Schwarzenbek, Geesthacht und anderen weit entfernten Orten rund um Hamburg kommen, da sich in ihren örtlichen Vereinen keine Mädchenmannschaft mehr befindet oder gar nicht erst existiert hat.

„Wir freuen uns auf jedes Mädchen, das zu uns kommen will. Egal, ob es Fußball bereits spielt oder gerade anfängt. Hier geht es darum, in Bewegung zu bleiben. Die Alternative sähe sonst so aus, dass unsere Kids nur noch am Bahnhof oder im Einkaufszentrum herumhängen und Unsinn machen. Davor wollen wir sie bewahren!“, so Toni Mundt des SCVM.


Der SCVM nimmt gerne noch ein paar Neu- und Wiedereinsteigerinnen auf. Der Verein verfügt über drei Sportplätze: die Rasensportanlage in Fünfhausen, den Kunstrasenplatz am Zollenspieker und den Kunstrasenplatz am Elversweg.

Der „Kids in die Clubs“-Verantwortliche berät euch in allen Fragen zu diesem Thema. Unter www.scvm.de/kids-in-die-clubs erfahrt ihr auch, ob eurer Kind Anspruch auf eine Förderung hat, sollte das eigene Geld nicht ausreichen.

Sport ist sehr wichtig und durch Vereinssport erhalten Kinder und Jugendliche ein regelmäßiges sowie professionelles Angebot. Sie lernen nicht nur die Sportart genau kennen, trainieren Fairness und dürfen an Wettkämpfen teilnehmen, sondern können auch viele neue Eindrücke und Freunde gewinnen.
 
EURE HEIDI VOM LANDE
 


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