
Der Badesee Hinterm Horn zwischen der Autobahn A25 und der Dove Elbe ist für Badegäste gesperrt.
Beispielfoto Pixabay
Hallo liebe Leser,
das Bezirksamt Bergedorf hat heute am Mittwoch, den 10. Juni 2026, den See Hinterm Horn wegen akuter Gefährdung gesperrt. Grund dafür sind grüne schlierenartige Gebilde im Wasser.
Denn wenn es richtig warm wird und die Seen zum Baden einladen, wird die Freude durch erste Meldungen getrübt: Blaualgenbefall. Die Alge kann giftige Stoffe bilden und die Bakterien für Menschen und Tiere gefährlich werden. Mehr dazu nachfolgend …
Blaualgen: Badesee in Hamburg-Allermöhe gesperrt.
Der See Hinterm Horn ist ein schöner Badesee im Hamburger Stadtteil Allermöhe und befindet sich zwischen der Autobahn A25 und der Dove Elbe. Das Gewässer liegt in einem früheren Kiesabbaugebiet und ist durch Auskiesung entstanden.
Der Zugang zum See ist über den Allermöher Deich möglich. Badegäste können einen Sandstrand mit angrenzender Liegewiese kostenlos nutzen.
Da der See durch Grundwasser gespeist wird, ist das Wasser normalerweise besonders klar. Doch nun ist bei einer routinemäßigen Probenahme eine Chlorophyll-Messung über der Alarmstufe des UBA festgestellt worden, die ein sofortiges Badeverbot aufgrund der Blaualge nötig macht.
Blaualgen sind Bakterien, die sich überall in Gewässern befinden und bei einer normalen Konzentration ungefährlich sind. Gefährlich können sie aber werden, wenn sie sich stark vermehren.
Steigende Wassertemperaturen bei der Wärme in diesen Tagen kann das Blaualgen-Wachstum rasant steigern. Und sie sind nicht blau, sondern bilden grüne Schlieren im Wasser.
Das Gift der Cyanobakterien-Art ist für Mensch und Tier gefährlich und kann bei Kontakt und Aufnahme in größeren Mengen Durchfall, Erbrechen oder gar Leberschäden auslösen.
Mit der Sperrung des Sees geht auch die eindringliche Bitte des Bezirksamts einher, keine Hunde mehr ins Wasser zu lassen oder gar davon trinken zu lassen.
Somit bleibt der See Hinterm Horn bis auf weiteres gesperrt. Auskünfte zu einer Aufhebung der Sperrung können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gegeben werden.
Gleichzeitig warnt das Bezirksamt vor dem Baden am Eichbaumsee (Badestelle Ost). Dort wurde eine Konzentration von 13,9 μg/l gemessen, die die erste Warnstufe des UBA überschreitet.
Ein Badeverbot besteht an dieser Stelle derzeit nicht, es wird jedoch ausdrücklich zur Vorsicht geraten.
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