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Von einer Hallenwand aus Bergedorf abfotografiert und als Fotoplane am Dock 10 befestigt: Das größte Graffiti der Welt 2001.

Loomit, Peter Michalski, Toast, Daddy Cool, Vaine, Daim, Stohead, Seak, Tasek, Darco | „Das neue Hamburg und seine Partnerstädte“ | Hamburg / Germany | 2001 | wall-painting was printed on net-vinyl, 2.000 m² | hanging on the dock 10 at Blohm+Voss, Hamburg Harbour | © Die Künstler | Courtesy: Lothar Knode / PosterNetwork / Enterasys / Hamburg at work / Blohm + Voss | Photo: Nosher
 
Hallo liebe Leser,
aktuell ist der traumhafte Mix aus Stadt und Land des Bezirks Bergedorf in aller Munde. Haben doch die Musiker „Die JunX“ einen eigenen Song über den Stadtteil in Hamburgs Osten intoniert.

Was viele nicht wissen, Bergedorf machte sich bereits vor Jahren universal einen Namen. In der Graffiti-Szene 1995 mit dem laut Guinness-Buch der Rekorde höchsten Graffiti und 2001 mit dem Mammut-Gemälde über „Hamburg als Tor zur Welt“.

Mehr über die Attraktionen aus Lohbrügge und Bergedorf, den Sprühdosenverbrauch und die Künstler erfahrt ihr hier …  

HEIDI VOM LANDE, Blog, Bloggerin, Hamburg

 
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Graffiti „Zeichen der Zeit“ an der Hochhausfassade in Lohbrügge.
Loomit, Darco, DAIM, Hesh, Vaine, Ohne | „Zeichen der Zeit“ | Spraypaint on wall | 30 x 11 m | Otto-Schuhman-Weg 4B, Hamburg / Germany | 1995 | Entry in the „Guinness book of world records“ as the highest Graffiti in the world in 1996 | © The artists | Courtesy: SAGA / Straßensozialarbeit Lohbrügge (Lothar Knode) | Photo: MRpro / Lutz Fischmann
 

Höchstes Graffito schafft 1996 Weltrekord.

Es ist 30 Meter hoch, 11 Meter breit und mehr als 300 Quadratmeter groß: Das höchste Graffito ist im Winter 1995/96 in Hamburg-Bergedorf von den namhaften Graffiti-Künstlern Loomit, Darco, DAIM, Hesh, Vaine und Ohne unter organisatorischer Leitung von Lothar Knode an einer Hochhausfassade am Otto-Schumann-Weg gesprayt worden.

Es ist aus Schrift- und Bildelementen komponiert und enthält Zitate aus Meisterwerken der Wandmalerei. 1.000 Sprühdosen benötigten die Künstler für ihr großartiges Werk, das es in das Guinness-Buch der Rekorde als höchstes Graffiti der Welt schaffte.

Der Rekord hielt bis 2002, dann wurde es von einem 43 Meter hohen Graffiti am Osdorfer Born überboten. Weit sichtbar befindet es sich noch heute in Lohbrügge.


 
 
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Die gesprühte Attraktion aus dem Jahre 2001 ist derzeit in Bergedorf im Großen und Ganzen vorhanden, steht aber vor dem Abriss (Foto: Andrea Hamburger).
 

Größtes Graffito schafft 2001 Weltattraktion.

Das Duplikat war 2000 m² groß, äußerst farbenprächtig und schmückte das Dock 10 von Blohm + Voss im Hamburger Hafen. Die Vorbereitungen für das größte Dock-Gemälde der Welt dauerten ungefähr zweieinhalb Jahre.

Der Bergedorfer Sprayer Sascha Siebdrat alias Vaine und eine internationale Gruppe von neun Künstlern hatten die Idee für das bunte Kunstwerk mit dem Namen „Das neue Hamburg und seine acht Partnerstädte“. Eine Hommage an die Medienstadt Hamburg und die globale Verbreitung der neuen Medien.

Auf dem Graffiti wurde die Medienmetropole mit der Cap San Diego, der Speicherstadt und den Häusern der großen Verlage abgebildet. Die Partnerstädte waren Dresden, Chicago, Marseille, Prag, St. Petersburg, Shanghai, Osaka und Leon (Nicaragua).
 
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Die Künstler verewigten das Original an die lange Lagerhallenrückwand der Gebrüder Glunz GmbH im Stuhlrohrquartier in Bergedorf (Foto: Erich Heeder).
 
Die Leitung lag bei der Ateliergemeinschaft „getting up“ aus Hamburg, die 1999 von Mirko Reisser (DAIM) zusammen mit den Künstlern Gerrit Peters und Heiko Zahlmann gegründet wurde.

Nach dem Erstellen der Vorlage auf der Rückwand der Lagerhalle in Bergedorf im Verhältnis 1:2 wurde das Wandbild abfotografiert, gescannt und auf robuste Vinylbahnen gedruckt, um sie dann im April 2001 zu enthüllen und für acht Wochen im Dock 10 im Hamburger Hafen hängen zu lassen.

Anschließend sollte das größte Graffiti der Welt auf Reisen in die Partnerstädte gehen, um dort für die Hansestadt zu werben. Doch daraus wurde leider nichts, wie uns Sascha Siebdrat verraten hat. Die Fotoplane musste in einen Container im Hafen gestopft werden, in der sie dann mehrere Jahre vergammelte und mittlerweile wohl endgültig entsorgt sein dürfte.

„Der Platz reichte bei den Partnerstädten nicht aus. Das sperrige Kunstwerk sollte beispielweise im Bahnhof von Chicago ausgehängt werden, aber das war nicht machbar. Bei den anderen Partnerstädten sah es ähnlich aus. Die Idee, aus der Plane unendlich viele Taschen und Rücksäcke zu nähen, wurde verworfen, da die Plane durch das Hängen im Elbwasser fürchterlich stank“, so Siebdrat.


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2001: Die Lagerhalle von Glunz links (Foto: Noshe).
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2001: Die Lagerhalle von Glunz rechts (Foto: Noshe).
 
Somit ist das Original-Graffiti nur noch in Hamburg-Bergedorf zu bestaunen. Wie lange, das ist allerdings fraglich. Da die Stuhlrohrhallen denkmalschutzgerecht saniert und dort auch neue Wohnungen gebaut werden sollen, steht ein möglicher Abriss der Lagerhalle mit dem Zeitzeugnis bevor.

Die Pressestelle Bergedorf teilte auf Anfrage dazu mit: „Insgesamt kann der Baubeginn (und also der Rückbau vorhandener baulicher Anlagen) derzeit ebenso wenig prognostiziert werden wie die Verfügbarkeit einer Fläche für Graffiti-Kunst“.


EURE HEIDI VOM LANDE
 


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