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Mit „Borowski und die Angst der weißen Männer“ greift der NDR im Tatort ein hochaktuelles Thema auf.

 
Ihr neuer Fall führt die Kommissare Klaus Borowski (Axel Milberg), Mila Sahin (Almila Bagriacik) und ihren Chef Roland Schladitz (Thomas Kügel) in das Umfeld von Frauenhassern. Foto: © NDR/Christine Schroeder
 
Hallo liebe Tatort-Fans,
anlässlich des Internationalen Frauentages zeigt Das Erste den „Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“. Der Tatort aus Kiel thematisiert, wie Hass gegen Frauen im Internet von rechten Gruppierungen instrumentalisiert wird.

Die HEIDI VOM LANDE-Redaktion hat die Krimi-Folge, die im März und April 2020 in Kiel, Hamburg und im Kreis Stormarn gedreht wurde, für euch vorab geschaut. Mehr über Symbole der Neonazi-Szene, Misogynie, militante Antifeministen, Incels und einem angesagten Kieler Club erfahrt ihr nachfolgend …  

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Borowski erkennt im weichen Boden eine „14“. Ein Erkennungssymbol amerikanischer Neonazis? (Foto: HvL).
 

„Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“.

Auf einer Brachfläche in der Nähe eines beliebten Kieler Clubs wird die misshandelte Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Die Videoüberwachung des Clubs liefert Klaus Borowski (Axel Milberg) und Mila Sahin (Almila Bagriacik) ziemlich schnell einen Verdächtigen: Mario Lohse (Joseph Bundschuh).

Der verschüchtert wirkende Außenseiter schaut sich regelmäßig im Internetforum Clips des so genannten „Pick-Up-Artists“ Hank Massmann (Arnd Klawitter) an, der Männern durch die gezielte Anwendung verschiedener Verhaltensweisen bessere Chancen bei der sexuellen Verführung von Frauen verspricht.

Da Lohse kein stichhaltiges Alibi vorweisen kann, entscheiden sich Borowski und Sahin zu einer vorübergehenden Festnahme.

Doch Borowski bemerkt bald Anzeichen, die die Tat in völlig anderem Licht erscheinen lassen: In unmittelbarer Nähe des Tatortes meint er eine in den weichen Boden getrampelte „14“ erkannt zu haben, ein Erkennungssymbol amerikanischer Neonazis.

14 Wörter steht für „We must secure the existence of our people and a future for white children“. Zu Deutsch: „Wir müssen die Existenz unseres Volkes und eine Zukunft für die weißen Kinder sichern.“ (Wikipedia).

Als Mila Sahin herausfindet, dass auf Hass-Listen im Internet weitere Attacken auf Frauen in Kiel propagiert werden, ist auch sie alarmiert. Beim Versuch, die offenbar akut bedrohte Kieler Politikerin Reimers (J. Triebel) zu warnen, stößt sie auf ein Vergewaltigungsopfer.

Als Undercover-Agent im Umfeld von Massmann muss Borowski erleben, welch enorme Energie hinter den Aufrufen steckt …
 

Incels (INvoluntary CELibates) sind Männer, die unfreiwillig im Zölibat leben und in Onlineforen ihren Hass auf Frauen ausleben. Sie fühlen sich oft als Männer dritter Klasse, weil sie von Frauen zurückgewiesen werden (Beispielfoto: Pixabay).
 

Hass gegen Frauen. Misogynie im Netz ist ein verbreitetes Problem.

Mit „Borowski und die Angst der weißen Männer“ greift der NDR ein hochaktuelles Thema auf: Misogynie – der krankhafte Hass von Männern gegenüber Frauen. Frauenfeindlichkeit funktioniert in der rechten Szene als „Einstiegsdroge“ in ein destruktives Menschenbild.

Mittels sozialer Netzwerke sind die militanten Antifeministen (sog. Incel-Bewegung) weit und breit miteinander verbunden. Der Film rekonstruiert, wie die Gefahr aus dem Netz in reale Gewalt mündet.

Die Bezüge im Krimi zur Realität sind erschreckend: Der Incel-Bewegung fühlten sich etwa auch die Attentäter von Toronto sowie von Halle zugehörig und auch der norwegische Massenmörder Anders Breivik bekannte sich zu seinem Hass auf Frauen.

Entstanden ist die Internet-Subkultur in den USA. Im deutschsprachigen Raum war eine Szene mit diesem Namen lange nicht bekannt.

Aber „Recherchen des Y-Kollektiv im Auftrag von ARD und ZDF in verschiedenen Internetforen ergaben 2020, dass einige deutschsprachige Incels online zu Anschlägen aufriefen und diese ankündigten.“ (Wikipedia).
 
Gedreht wurde der „Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer“ vom 3. März bis zum 1. April 2020 in Kiel, Hamburg und im Kreis Stormarn. Die Regie führte die mehrfache Grimme-Preisträgerin Nicole Weegmann, für das Drehbuch zeichneten sich Peter Probst und Daniel Nocke verantwortlich.
 
Ein absoluter TV-Tipp für euch! Das Einschalten lohnt sich auf alle Fälle, denn es ist ein Tatort, der einen nachdenklich zurück lässt. Die Schauspieler Almila Bagriacik und Axel Milberg als Ermittler-Duo überzeugen sehr.
 
HEIDI VOM LANDE
 
NDR für Das Erste: Tatort.
Borowski und die Angst der weißen Männer
07.03.2021, 20:15 Uhr

 


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