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Die Masche ist nicht neu, aber sehr erfolgreich für Inder im Call-Center.

 
Hallo lieber Leser,
das Telefon klingelt. Ein Unbekannter meldet sich und stellt sich als ein Mitarbeiter von Microsoft vor. Er behauptet, dein Rechner, z.B. Computer oder Laptop, sei leider von Viren befallen. In diesem Fall legst du am besten gleich wieder den Hörer auf.

Denn am anderen Ende der Leitung sind höchstwahrscheinlich Betrüger, die nichts mit Microsoft zu tun haben, sondern in einem Call-Center in Indien sitzen. Im ersten Halbjahr wurden der Polizei Hamburg rund 350 Fälle bekannt und es geht weiter. Mehr dazu …  

HEIDI VOM LANDE, Blog, Bloggerin, Hamburg

 

Die Betrüger erhalten Zugriff auf die Rechner.

Die Masche ist immer die gleiche: Die angeblichen – häufig nur Englisch oder gebrochen Deutsch sprechenden – Microsoft-Mitarbeiter behaupten, dass der Rechner fehlerhaft laufe, von Viren befallen oder gehackt worden sei oder ein neues Sicherheitszertifikat benötige und bieten am Telefon ihre Hilfe an.

Dazu sollen die potenziellen Opfer eine Fernwartungssoftware auf dem Gerät installieren, mit der die vermeintlichen Probleme gelöst werden können. Die Software wird in der Regel genutzt, um sich von entfernten Orten auf anderen Rechnern anzumelden, um diese für Reparatur- oder Wartungsarbeiten fernzusteuern.

Das Problem: Die Betrüger verschaffen sich so den Zugriff auf die Rechner ihrer Opfer und können sensible Daten, wie z.B. Passwörter für das Online-Banking ausspähen. Darüber hinaus verlangen sie für ihre angebliche Service-Leistung eine Gebühr.

Manchmal fordern Sie für das Erneuern einer angeblich abgelaufenen Lizenz ebenfalls Geld oder sie überreden ihre Opfer dazu, einen kostenpflichtigen Wartungsvertrag einzugehen. Weigern sich die Betroffenen zu zahlen oder auf das Angebot einzugehen, drohen die Täter mit dem Sperren des Rechners und dem Verlust der Daten.

Sie fragen u.a. nach den Kreditkartendaten oder nutzen während des Fernzugriffs das Online-Banking des Geschädigten. Unter dem Vorwand, die Transaktion sei fehlgeschlagen, verlangen sie u.a. Zugriff auf weitere Zahlungsarten und fordern eine nochmalige Zahlung.

Zum Teil werden die Opfer dazu aufgefordert, im Supermarkt oder an der Tankstelle Gutscheincodes (z.B. iTunes) für das Bezahlen im Internet zu erwerben.

Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte des Vorjahres stieg die Zahl der bekannt gewordenen Fälle um fast 30 Prozent an!

In der Mehrheit der Fälle bemerken die potenziellen Opfer glücklicherweise, dass es sich um Betrug handelt, sodass es nicht zu einem Schadenseintritt kommt. In etwa einem Drittel der Fälle gelangen die Betrüger jedoch zum Erfolg. In solchen Fällen geht der Schaden immer wieder auch in die Zehntausende.

Die Ermittler der zuständigen Fachdienststelle (LKA 54) gehen davon aus, dass die Betrüger in Callcentern im Ausland sitzen und potenzielle Opfer in Unkenntnis örtlicher Gegebenheiten massenhaft abtelefonieren.
 

So schützt du dich:

☎ Seriöse Unternehmen wie Microsoft nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter melden, ohne dass du darum gebeten hast: Einfach sofort den Hörer auflegen!

☎ Gebe auf keinen Fall private Daten z.B. Konto- oder Kreditkartendaten oder sonstige Zugangsdaten (bspw. Paypal-Zugangsdaten) am Telefon heraus!

☎ Gewähre einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf den Rechner, beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware!
 

Falls du in die Falle getappt bist:

☎ Trenne deinen Rechner vom Internet und fahre ihn herunter. Ändere über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich betroffene Passwörter!

☎ Lasse dich dann vom Geldinstitut beraten, ob du bereits getätigte Zahlungen zurückholen kannst!

☎ Lasse den Rechner überprüfen und das Fernwartungsprogramm löschen!

☎ Nehme Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind!

☎ Erstatte unbedingt Strafanzeige!
 
EURE HEIDI VOM LANDE
 
(Original-Content von: Polizei Hamburg, übermittelt durch news aktuell)
 


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