CLIPPO Boberg, Boberg, Bezirk Bergedorf, Hamburg, Jugendhaus, Kinder, Jugendliche, Einrichtung, Schließung, Protest

Zum Jahresende soll hier für alle Jugendlichen und Kinder Schluss sein!

Foto: AM ART & MORE, A. Müller
 
Hallo liebe Leser,
am 7. Dezember 2021 erhielt die Geschäftsführung von IN VIA Hamburg e.V., anerkannter Träger der Jugendhilfe, eine behördliche E-Mail, dass das Kinder- und Jugendhaus in Boberg zum Ende des Jahres geschlossen wird.

Da sich das CLIPPO Boberg alljährlich Mitte des Monats in die Weihnachtspause begibt, blieben somit gerade noch anderthalb Wochen, um diese Situation zu begreifen. Eine völlig unmögliche Vorgehensweise, wie die Betroffenen finden. Mehr über das „schöne Weihnachtsgeschenk“ der Behörde erfahrt ihr nachfolgend …  

HEIDI VOM LANDE, Blog, Bloggerin, Hamburg

 
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Im Dezember 2011 war der Rohbau des CLIPPOs in Hamburg-Boberg fertig (Foto: AM ART & MORE).
 

Das Aus für das Kinder- und Jugendhaus CLIPPO Boberg.

Hintergrund für die Einstellung vom offenen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren ist, dass das nicht einmal 10 Jahre alte Haus erhebliche Mängel und Schäden aufweist.

Frühzeitig hatte die Hausleitung vom CLIPPO Boberg Hinweise zu den Missständen des Gebäudezustands gegeben. Etwas dagegen unternommen wurde jedoch nicht.

Geraume Zeit später ist die Sanierung aufgrund eines erstellten Gutachtens nicht mehr realisierbar und das Jugendhaus wird zum 31. Dezember dicht gemacht.

Die Leidtragenden sind die Boberger Kinder und Jugendlichen, die dort altersgerecht von pädagogischem Fachpersonal geleitet und an den weitgehend kostenlosen Angeboten des Hauses beteiligt werden.
 
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Das Kinder- und Jugendhaus CLIPPO ist der einzige Ort in Boberg, an dem sich Kinder und Jugendliche sicher und betreut begegnen können (Foto: AM ART & MORE).
 

Den jungen Menschen aus Boberg eine Stimme geben.

Die Schäden waren bekannt, etwas unternommen wurde nicht und nun einfach den Treffpunkt ohne Zukunftsperspektive für die jungen Leute zu schließen – das ist keine Lösung, findet der Kinder- und Jugendvorstand vom CLIPPO Boberg.

Maya, Jendrik, Sarah und die anderen Gleichgesinnten haben Angst vor ihrer Zukunft nach Schließung der Boberger Einrichtung. Deswegen haben sie in einem offenen Brief, der hier auszugsweise abgebildet ist, nochmal alle Einzelheiten dargestellt.

„Am 31. Dezember 2021 muss das Kinder- und Jugendhaus CLIPPO Boberg seine Türen schließen. Wie lange und ob es überhaupt wieder geöffnet werden kann, ist eine existenzielle und unbeantwortete Frage.

Die Entscheidung, dass das Kinder- und Jugendhaus schließen muss, ist aufgrund eines Gutachtens zum Gebäudezustand getroffen worden, welches die Hausleitung nicht einsehen kann.

Mit der Hausleitung selbst oder den Betroffenen, den Kindern und Jugendlichen aus Boberg, hat niemand gesprochen und die Vielzahl an Fragen über Zustand und Zukunft bleiben unbeantwortet.

In Corona-Zeiten mussten alle Kinder und Jugendlichen mit privaten und schulischen Problemen gleichermaßen zurechtkommen, ohne dass ihnen ein außerhäuslicher Raum geboten werden konnte.

Als dann die Information kam, dass das Kinder- und Jugendhaus CLIPPO Boberg wieder Besucher:innen begrüßen durfte, war der Andrang so groß, dass dieser nur mit vorheriger Terminabmachung im Haus zu bewerkstelligen war.

Die Mitarbeiter:innen des Jugendhauses haben Konzepte und Kontaktmöglichkeiten über Monate ausgearbeitet und versucht, für alle Kinder und Jugendlichen einen sicheren Raum abseits vom Alltag zu bieten. Dieser sichere Raum ist das CLIPPO Boberg.

Alle Kinder und Jugendlichen sind seit über der Hälfte ihres Lebens regelmäßig in der Einrichtung und gestalten diese tagtäglich mit. Nahezu alle von ihnen wohnen direkt in Boberg oder der nahen Umgebung und können das Haus zu Fuß oder mit dem Fahrrad leicht erreichen.

Das macht das CLIPPO Boberg zu einem wichtigen Treffpunkt, der an keiner anderen Stelle in Boberg vorhanden ist.

Nach Schließung der Einrichtung soll sich das Tagesgeschehen in den Standort in Lohbrügge verlagern, welches sich in etwa 4 Kilometern Entfernung befindet. Doch werden die Kinder und Jugendlichen aus Boberg mit dem Programm umziehen?

Ein Großteil von ihnen wird das nicht tun. Für Viele ist die Entfernung einfach zu groß und es bleibt unklar, welche langfristigen Auswirkungen das haben wird.

Ungewiss ist, ob das CLIPPO Boberg standortnah alternativ öffnen kann, denn bisher ist von keiner bezirkszuständigen Instanz ein Zukunftsplan erstellt worden.“


Das CLIPPO Boberg benötigt also dringend eine kurzfristige Lösung zur Überbrückung und einen langfristigen Plan zum Erhalt einer solchen Jugend-Einrichtung. Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist neben der Schule und dem Elternhaus eine ganz wichtige Anlaufstelle der aktiven Freizeitgestaltung.
 
EURE HEIDI VOM LANDE
 


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Written by HEIDI VOM LANDE, Bloggerin