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Fabienne Göhringer aus Bergedorf spielt Klavier und findet mit dieser Art der Schmerzbewältigung ins Leben zurück.



Hallo liebe Leser,
nichts ist schlimmer für Eltern als der Tod des eigenen Kindes. Das verstorbene Mitglied der Familie hinterlässt eine derart große Lücke, die kaum wieder zu schließen ist. Verlust, Wut, Schmerz und das erdrückende Ohnmachtsgefühl sind für alle Betroffenen unvorstellbar. Der Tod des eigenen Kindes ist kaum überwindbar und trotzdem muss das Leben weitergehen.

So auch für die Bergedorferin Fabienne Göhringer. Ihr kleiner Sohn Jayden wurde nur 3 Monate alt, als er an der spinalen Muskelatrophie (SMA) verstarb. Ein Moment, der ihr Leben für immer veränderte und den sie in den letzten fünf Jahren musikalisch verarbeitet. Bei der Aktion „Spiel mich“ rührte sie Bergedorfer Passanten mit ihren Klavierstücken zu Tränen. Mehr dazu hier …
 

HEIDI VOM LANDE, Blog, Bloggerin, Hamburg


 

Wenn das eigene Kind stirbt

Ganze 5 Jahre lebt sie nun schon ohne ihren Engel Jayden Prince – dem schönsten Geschenk in ihrem Leben. Mit knapp 3 Monaten erlag der kleine Junge mit dem fröhlichen Lächeln seiner Erkrankung, der spinalen Muskelatrophie (SMA). Ganze sechs Wochen lang hat Fabienne ihren Sohn am Krankenhausbett begleitet, denn jeder Tag konnte der letzte sein.

Bei einer Früherkennungsuntersuchung (U-Termin) stellte der Kinderarzt fest, dass bei Jayden der Muskeltonus vermindert war und eine Muskelschwäche vorlag. Bei der SMA handelt es sich um eine seltene Erkrankung, einem Muskelschwund, der bei 1 von 10.000 Geborenen auftritt. Lähmungen und verminderte Muskelspannung sind die Folge. Sind Hirnnerven betroffen, kommt es zusätzlich zu Einschränkungen der Schluck-, Kau- und Sprechfunktionen. Beim Typ 1 haben die Säuglinge eine Überlebenschance von ein bis sechs Monaten (Quelle: wikipedia.de).
 
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Den Namen ihres kleinen Prinzen Jayden für immer auf der Haut tätowiert.

 

Der Schmerz wird nicht weniger!

„Fünf Jahre ist es jetzt her. Mein Herz wurde zerrissen, als mein kleiner Engel für immer von uns gegangen ist“, erzählt mir Fabienne vor ein paar Tagen, „aber die Liebe einer Mutter stirbt niemals! Der Schmerz wird nicht weniger, ich habe nur gelernt, damit zu leben und weiterzumachen. Wie soll ich das auch jemals verstehen? Es fühlt sich oft so unreal an. Dieser Schmerz, die Wahrheit, dass ich Jayden nie wieder sehe, so als hätte es ihn nie gegeben.

Als hätte ich niemals ein Kind gehabt. Und wenn all dies nicht passiert wäre, dann würde er jetzt neben mir sitzen. Wir würden frühstücken, mit Autos spielen oder er würde in meinen Armen liegen und mir beim Singen zuhören. Diese Gedanken, die dann in meinem Kopf sind, wenn mein Sohn bloß hier wäre.

Sie machen die Situation nicht besser, aber sie schenken meinen Tränen ein kleines Lächeln, weil ich mir sicher bin, das er heute so wunderschön wäre.“

Nach dem frühen Tod ihrer Kinder müssen sich die Eltern und auch die anderen Familienmitglieder ihren Weg zurück ins Leben hart erarbeiten.
 

„Niemand, der nicht selbst ein Kind verloren hat, kann sich vorstellen, was dann passiert. Aber ich habe viel gelernt in den fünf Jahren. Zum Beispiel, das Beste aus solchen Situationen zu machen. Aber egal, wieviel ich gelernt habe und egal wie stark ich jeden Tag bin, ich denke so oft an ihn und am Todestag im Juni kommt all der Schmerz wieder zurück. Der Tag, an dem ich ihn gehen lassen musste.“

 
Auf ihrer Facebook-Seite haben knapp 20.000 Menschen Fabienne Göhringer beim Verarbeiten geholfen. Es wurden Pakete geschickt und Geld für den Grabstein gesammelt. Ihr hat es geholfen, an die Öffentlichkeit zu gehen und in ihren Texten an Jayden den Schmerz zu lindern. Der Vater von Jayden konnte das nicht. Mittlerweile arbeitet Fabienne als Fitnesstrainerin und Calltaker am Notfalltelefon.
 
# Engel Jayden Prince bei Facebook (klick)
 
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Die leidenschaftliche Pianistin aus Bergedorf-Süd hat im Rahmen von „Spiel Mich!“ Passanten mit ihrem Klavierspiel zu Tränen gerührt.
 

Fabienne zaubert besondere Momente.

Bei der Aktion „Spiel mich!“, bei der an verschiedenen Orten in Bergedorf Klaviere aufgestellt werden, begeisterte Fabienne mit ihrem Klavierspiel vor der Volksbank im Sachsentor. Passanten bedankten sich spontan bei ihr. Eine Dame wünschte sich das Stück „Halleluja“ , welches Fabienne zuvor noch nie gespielt hatte.

„Ich habe einfach die Noten rausgesucht und dann für sie gesungen. Die Frau hat danach geweint, das hat mich so berührt. So liebe Menschen habe ich im Sachsentor durch meine Musik kennengelernt“, bedankt sich Fabienne. „Ich möchte bei meinen Auftritten einfach nur die Leute berühren. Mein Traum wäre ein eigenes Konzert in einer kleinen Halle, bei dem die Überschrift lautet: „Es wird wieder emotional – mit Fabienne Göhringer.“

Die leidenschaftliche Pianistin aus Bergedorf-Süd hat sich das Klavierspielen selbst beigebracht. An einem Keyboard hat sie Noten lesen gelernt und später von ihrer Familie ein Klavier geschenkt bekommen, spielte jedoch bislang meist im privaten Ambiente. Vor zwei Jahren hat sie zum ersten Mal die Klaviere, die in der Bergedorfer Innenstadt an verschiedenen Standorten aufgestellt sind, entdeckt. Nachdem sie die ersten Jahre nur selten öffentlich gespielt hat, spielte sie in 2018, gestärkt durch den großen Zuspruch von den Bergedorfern, umso öfter in der Fußgängerzone ihre eigenen und gewünschten Songs.

Wer die deutschen oder englischen Stücke der 28-jährigen live verpasst hat, der kann auf ihrem Facebook-Account oder hier ihrer Musik lauschen.
 

Es wird wieder emotional – mit Fabienne Göhringer.

Er wurde nur 3 Monate alt – in ihren Liedern verarbeitet die Bergedorferin Fabienne Göhringer sehr gefühlvoll den schrecklichen Verlust ihres Sohnes Jayden.Der vollständige Bericht hier:https://heidivomlande.de/2018/07/08/fabienne-goehringer-bergedorf/

Gepostet von HEIDI VOM LANDE, Bloggerin am Sonntag, 8. Juli 2018

Ihr Song „Du und ich“, Fabienne Göhringer mit ihrer Zwillingsschwester.
 
# Fabienne Göhringer auf Facebook (klick)
# Aktion „Spiel mich! im Blog (klick)

 
Ich glaube, Außenstehende können niemals nachempfinden, wie Tief der Schmerz bei diesem Schicksalsschlag ist. Die junge Bergedorferin Fabienne Göhringer hat sich dem Verlust gestellt, weil eine Tabuisierung des verlorenen Kindes den Schmerz und die Trauer noch verstärken könnte. Neuer Lebensmut ist bei ihr entstanden und sie würde gerne einen neuen Weg mit der Musik in ihrem Leben einschlagen.
 
Wer ihr einen zarten Schimmer der musikalischen Hoffnung am Horizont zaubern möchte, der sollte sich unbedingt bei ihr oder mir melden. Unterstützung in Sachen Auftrittsmöglichkeiten wären einfach großartig!
 
Eure HEIDI VOM LANDE
 

 

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