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Weiterentwicklung des Stuhlrohrquartiers geht in die nächste Phase.

Beispielfoto: Pixabay
 
Liebe Unterstützer/innen,
ihr und die Bürgerinitiative „Bergedorf stellt alles in den Schatten – für ein lebenswertes Stuhlrohrquartier“ haben seit Oktober 2017 viel bewegt. Rasend schnell sind über 3000 Unterschriften gesammelt und viele Verhandlungsrunden absolviert worden. Entstanden ist ein konstruktiver Austausch in wohlwollender Atmosphäre, aus dem aus Sicht der Beteiligten ein richtig guter Kompromiss erwachsen ist – für Bergedorf.

Am Samstag, 25.08.2018, findet nun der bestenfalls finale Termin statt, an dem die Eckpunkte des Kompromisses in drei neuen Entwürfen vorgestellt und diskutiert werden. Am Ende wird eine Jury, zu der die Vertrauenspersonen der Bürgerinitiative angehören, einen Entwurf auswählen. Mehr dazu hier …
 

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Stuhlrohrquartier: Neue Entwürfe – Vorstellung und Entscheidung.

Die Weiterentwicklung des Stuhlrohrquartiers geht in die nächste Phase: In einer öffentlichen Veranstaltung im Forum des Gymnasiums Lohbrügge werden am 25.08.2018 um 10 Uhr drei Entwürfe vorgestellt und diskutiert. Im zweiten, ebenfalls öffentlichen Teil der Veranstaltung wird der Siegerentwurf durch ein Auswahlgremium ermittelt. Dieses setzt sich aus Vertretern der Bürgerinitiative, der Bezirksfraktionen, der Verwaltung, der BUWOG (Verfahrensausloberin) sowie Fachexperten zusammen. Bis 18 Uhr soll die Entscheidung feststehen.

Dieser neue „kleine Wettbewerb“ unter den drei bestplatzierten Architekturbüros des alten Wettbewerbes ist Teil der Einigung, die Bürgerinitiative, Bergedorfer Politik und Verwaltung zum Wohle Bergedorfs getroffen haben.
 

Der Hintergrund in Sachen Stuhlrohrquartier.

Das Stuhlrohrquartier an der Schleusengraben-Achse stellt eines der aktuellsten und bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte in Bergedorf dar. Hier, als Verbindung zwischen dem Bergedorfer Zentrum und dem Landschaftsraum der Vier- und Marschlande, soll auf ca. 55.000 Quadratmetern ein neues Wohnquartier mit ergänzenden Nutzungen entstehen.

In einem mehrstufigen Verfahren wurde die Öffentlichkeit über die Planungen informiert. Nach einem Wettbewerbsverfahren ermittelte eine Jury im Januar 2017 den Siegerentwurf. Nach der öffentlichen Plandiskussion am 10.10.2017 formierte sich in Teilen der Bergedorfer Bevölkerung Widerstand gegen diese Planung.

Mit Bescheid vom 05. Februar 2018 ist das Zustandekommen des Bürgerbegehrens „Bergedorf stellt alles in den Schatten – für ein lebenswertes Stuhlrohrquartier“ festgestellt worden. Das Hauptziel der Bürgerinitiative besteht hierbei in einer Reduzierung der Höhe und der Dichte der geplanten Bebauung des Stuhlrohrquartiers.

Seit dem 26.01.2018 führten die Bürgerinitiative und die Fraktionen, vermittelt und moderiert durch den Bezirksamtsleiter, intensive Gespräche mit dem Ziel, eine einvernehmliche Lösung für das Quartier zu entwickeln, die sowohl den Bedarf an Wohnraum, als auch die Bedenken der Initiative, insbesondere bezüglich Stadtbild und Verkehr, berücksichtigt und die Durchführung eines Bürgerentscheides entbehrlich machen würde.
 

Einigung zur Bebauung des Quartiers.

Ergebnis der Verhandlungen ist die Vereinbarung vom 07. Juni 2018, die sowohl Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Quartieres, als auch Verabredungen zum weiteren Verfahren enthält.

#Eckpunkte:
Dichte GFZ (Geschossflächenzahl) max. 2,2 Höhe

#4-6 Geschosse im Mittel (inkl. Staffel- und Dachgeschoss)
Baukörper mit 7 Geschossen zur Akzentuierung in Einzelfällen (max. 10-15 % der Gesamtfläche), keine Hochhäuser ( >/= 8 Geschosse)

#Stellplätze:
0,5 PKW-Stellplätze pro Wohneinheit
0,1 PKW-Stellplätze für Besucher pro Wohneinheit
überdachte Fahrradstellplätze in der Anzahl gemäß Bauprüfdienst, mindestens 2,5 pro Wohneinheit

#Nicht-Wohnnutzungen:
mind. 15.000 Quadratmeter BGF Bruttogeschossfläche (inklusive Stuhlrohrhallen)
Erwünscht ist hierbei ausdrücklich die gesamte Bandbreite: Geschäfts- und Büronutzungen, Einzelhandelsbetriebe, Schank- und Speisewirtschaften sowie Betriebe des Beherbergungsgewerbes, sonstige Gewerbebetriebe, Anlagen für Verwaltungen sowie für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke

#Des Weiteren einigen sich die Beteiligten auf den dauerhaften Erhalt der denkmalgeschützten Stuhlrohrhallen und die Sicherstellung einer hohen Wohnqualität durch die Nutzung der Innenhöfe als Grün- und Aufenthaltsflächen. Zudem ist bereits im Bebauungsplanverfahren über ein Verkehrsgutachten nachzuweisen, dass der Verkehr des Quartiers die aktuelle Lage auf den Fahrbahnen nicht signifikant verschlechtern wird. Andernfalls müsste die Wohnbebauung entweder entsprechend reduziert werden und/oder es müssten Maßnahmen zur Ertüchtigung der Verkehrsinfrastruktur ergriffen werden.

Die vereinbarten Eckpunkte bilden die Grundlage für einen neuen „kleinen Wettbewerb“ unter den drei bestplatzierten Architekturbüros des alten Wettbewerbes, wie eingangs näher erläutert. Nach dem Beschluss einer abschließenden Vereinbarung zwischen der Bürgerinitiative und den Fraktionen zur Fortsetzung des Bebauungsplanverfahrens beendet die Bürgerinitiative offiziell das Bürgerbegehren.

(Quelle: auszugsweise aus hamburg.de)
 
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Bürgerinitiative „Bergedorf stellt alles in den Schatten – für ein lebenswertes Stuhlrohrquartier“.
 

Bürgerinitiative äußert sich zufrieden:

Janina Laugell-Saracoglu, Vertrauensperson des Bürgerbegehrens „Bergedorf stellt alles in den Schatten – für ein lebenswertes Stuhlrohrquartier“:

„Der heute mit der Bezirkspolitik vereinbarte Kompromiss eröffnet uns die Möglichkeit, im weiteren Verfahren auf die Durchführung des Bürgerentscheids zu verzichten. Diese Form der kooperativen Bürgerbeteiligung hinterlässt am Ende nur einen Gewinner – Bergedorf!“

Morlen Gohl, Vertrauensperson des o.g. Bürgerbegehrens:

„Im Interesse der Unterstützer unseres Bürgerbegehrens haben wir für unsere zentralen Forderungen hart gekämpft. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden und freuen uns auf das weitere Verfahren.“

Katrin Kuntze, Vertrauensperson des o.g. Bürgerbegehrens:

„In den Vergleichsverhandlungen ging es mitunter hoch her, alle Beteiligten haben aber stets fair und respektvoll miteinander diskutiert. Dafür möchten wir uns bei den Verhandlungspartnern, dem Moderator und den vielen beteiligten Mitarbeitern aus dem Bezirksamt bedanken.“

Jens Hamburger, Stellvertretende Vertrauensperson des o.g. Bürgerbegehrens:

„Ein wichtiger Punkt der Bürgerinitiative war der Verzicht auf Hochhäuser im Stuhlrohrquartier. Hierauf konnten wir uns mit allen Beteiligten einigen, was uns sehr zufrieden stimmt.“

 
 
# Mehr über über die Quartiersbebauung Stuhlrohrquartier im Blog (klick)
# Bürgerinitiative „Bergedorf stellt alles in den Schatten – für ein lebenswertes Stuhlrohrquartier“ (klick)

 
Die Bürgerinitiative freut sich total darüber, dass sie es mit eurer Unterstützung damals geschafft hat, in den Entscheidungsprozess involviert zu werden und auch jetzt über das innovative Vorgehen, dass das gesamte Auswahlverfahren öffentlich durchgeführt wird!
 
Diese Veranstaltung am Samstag bietet euch allen die Möglichkeit, noch einmal richtig mitzuwirken und die BI hofft auf euer zahlreiches Erscheinen.

Kommt daher am Samstag um 9.30 Uhr ins Gymnasium Lohbrügge und bringt eure Gedanken, kritischen Anmerkungen und Rückmeldungen nochmals mit ein. Die positiven oder negativen Äusserungen zu den einzelnen Entwürfen werden in der Entscheidungsfindung der gesamten Jury berücksichtigt!!!
 
Eure HEIDI VOM LANDE
 

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