
Die Polizei durchsuchte sechs Wohnungen.
Hallo liebe Leser,
Einsatzkräfte der Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts (LKA 7) haben gestern Morgen mehrere Durchsuchungsbeschlüsse sowie einen Haftbefehl gegen einen 17-Jährigen vollstreckt.
Der Jugendliche steht unter anderem im Verdacht, gemeinsam mit anderen einen 19-Jährigen mehrfach mit Springerstiefeln getreten, räuberisch erpresst und einen 39-Jährigen bedroht und beleidigt zu haben. Mehr dazu erfahrt ihr nachfolgend …
17-jährigen Hauptverdächtigten verhaftet.
Beamtinnen und Beamte des Staatsschutzes haben gestern Morgen in den Stadtteilen Altona, Bergedorf, Billstedt und Lohbrügge sowie in der mecklenburg-vorpommerschen Stadt Lübtheen insgesamt sechs Wohnungen durchsucht und in Lohbrügge einen hauptverdächtigen 17-Jährigen verhaftet.
Ein Richter hatte die entsprechenden Beschlüsse zuvor aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse und auf Antrag der Staatsanwaltschaft, unter anderem wegen des Verdachts der versuchten räuberischen Erpressung, erlassen.
Auf 19-Jährigen mit Springerstiefeln eingetreten.
Den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei zufolge soll der 17-Jährige am 4. März 2026 zusammen mit einem 16-Jährigen und einem 19-Jährigen in die Jugendwohnung eines 19 Jahre alten Mannes eingedrungen sein.
Dort forderten sie den Heranwachsenden unter Vorhalt eines Messers zur Herausgabe eines vierstelligen Geldbetrags auf.
Als der Geschädigte der Forderung nicht nachkam, sollen sie so lange auf ihn eingetreten haben, bis er zu Boden ging.
Auch auf den am Boden liegenden Geschädigten sollen die zur Tatzeit Springerstiefel tragenden Angreifer weiter eingeschlagen und -getreten haben, bevor der 17-Jährige noch eine Trainingsjacke an sich nahm und mit seinen Komplizen flüchtete.
Erneut den 19-Jährigen überfallen.
Nur vier Tage später sollen die Drei, dieses Mal mutmaßlich mit einem 16-Jährigen und einer 15-Jährigen, erneut in die Jugendwohnung des Geschädigten eingedrungen sein und wieder die Herausgabe von Wertgegenständen und Bargeld verlangt haben.
Da der 19-Jährige der Forderung nicht nachkam, traten wieder zwei Personen auf ihn ein, auch als er bereits am Boden lag.
Anschließend flüchtete die Gruppierung aus der Wohnung.
Taten gefilmt und veröffentlicht.
Teile der Taten sollen durch diese gefilmt und im weiteren Verlauf veröffentlicht worden sein.
Nach jetzigem Stand der Ermittlungen soll eine Kontaktanbahnung des 19-Jährigen zu dem 15 Jahre alten Mädchen ursächlich für die Angriffe gewesen sein.
„Hitlergruß“ gezeigt.
Der 17-Jährige steht zudem im Verdacht, gemeinsam mit einer Gleichaltrigen am 13. Februar 2026 im Stadtteil Billstedt einen 39-Jährigen mit Migrationshintergrund unter Vorhalt eines Messers bedroht und rassistisch beleidigt zu haben.
Darüber hinaus soll der Jugendliche eine Woche später im Bereich des U-Bahnhofs Kiwittsmoor (Langenhorn) ein Wahlplakat beschädigt und hierbei den sogenannten „Hitlergruß“ gezeigt haben.
Einsatzkräfte führten den Mann nach seiner Verhaftung dem Untersuchungsgefängnis zu, wo ihm durch einen Richter der Haftbefehl verkündet wird. Bei den Durchsuchungen stellten die Polizistinnen und Polizisten szenetypische Propagandamaterialien sowie potenzielle Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden.
Die gemeinsamen Ermittlungen des LKA 73 und der Staatsanwaltschaft, auch zu möglicherweise weiteren Beteiligten, dauern an, so Pressesprecher Sören Zimbal von der Polizei Hamburg.
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